Olympia

Magnumflasche für den "Blitz" Bolt beschert Olympioniken Schampussause

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Linker Arm zur Seite gestreckt, rechter Arm angewinkelt: So geht der "Bolt-Blitz".

(Foto: dpa)

Sprint-Star Usain Bolt hat mit Olympischen Winterspielen eigentlich wenig zu tun. In Pyeongchang ist er dennoch allgegenwärtig. Sein "Bolt-Blitz" könnte ihm dabei teuer zu stehen kommen.

Laura Dahlmeier hat es getan, Ireen Wüst hat "geblitzt" und auch die Nordischen Kombinierer aus Deutschland haben sich nach ihrer Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in die berühmte Siegerpose geschmissen. Jamaikas Sprint-Wunder Usain Bolt nimmt an den Winterspielen in Pyeongchang zwar nicht teil, ist aber trotzdem dauerhaft präsent - in Form seiner typischen Gewinnergeste, dem "Bolt-Blitz".

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Vor dem Beginn der Wettkämpfe hatte der achtmalige Olympia-Sieger in einem Twitter-Video angekündigt, jenen Sportlern eine signierte Magnumflasche Champagner zu schenken, die sich nach ihrem goldenen Triumph auf dem Podium in die berühmte Pose werfen. Dieses Angebot nahmen viele Athleten an. So machten Biathlon-Königin Laura Dahlmeier, Norwegens Langlauf-Dominator Johannes Klabö, die niederländischen Eisschnelllauf-Stars Ireen Wüst, Kjield Nuis, Esmee Visser und Sven Kramer und auch die Deutschen Kombinierer Eric Frenzel, Fabian Rießle, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek den Bolt.

Außer dem "Bolt-Blitz" gab es aber noch eine weitere Bedingung zu erfüllen für den ungebremsten Schampusspaß: Die Olympia-Sieger mussten ein Foto von sich in der Pose in den sozialen Netzwerken veröffentlichen. Die Kombinierer haben das kurz nach ihrem Sieg getan. Über den Twitter-Account des Teams Deutschland posteten sie ein Foto mit der Aufforderung "Hey Usain Bolt, wir warten auf vier weitere Flaschen Champagner für unsere Gold-Medaillengewinner." Der Sprinter antwortete auf diesen Tweet mit vier Flaschen-Emojis. Sollten nun auch die deutsche Eishockey-Mannschaft Gold holen und den "Bolt-Blitz" machen, dürfte seine Ankündigung allmählich teuer werden für den Jamaikaner.

Bob-Anschieber oder Laufduell

Um den Champagnerfluss zu bezahlen, könnte sich Bolt ein zweites Standbein im Wintersport aufbauen, Angebote gibt es bereits. Chris Stokes, der legendäre Anschieber des "Cool Running"-Bobs der Spiele von 1988 in Seoul, bescheinigte dem Sprint-Star Anschieber-Qualitäten. Bolt habe den nötigen Antritt und die mentale Stärke. Außerdem seien Wechsel von der Tartanbahn in den Eiskanal nicht unüblich, erklärte Stokes - was viele Sportler in Pyeongchang eindrucksvoll beweisen. Doch eine zweite Karriere auf der Bobbahn steht für den 31-jährigen Bolt nicht zur Debatte: "Für mich wäre das nichts, der Schnee, der Wind, die Kälte", sagte er vor dem Beginn der Spiele in Südkorea.

Realistischer ist da das Duell, dass Langläufer Kläbo dem Leichtathleten anbietet. "Ich hole mir die Flasche ab, wenn er gegen mich in New York im Central Park einen 100-Meter-Lauf bestreitet", sagte der 21-Jährige: "Usain rennt, ich laufe Ski. Und dann schauen wir mal." Er hatte nach seinem ersten Olympiasieg kein Foto gepostet und den Sprinter stattdessen mit dieser Herausforderung konfrontiert. Es ist denkbar, dass Bolt das Duell annimmt.

Quelle: n-tv.de, lsc

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