Olympia

Corona - oder andere Probleme? Komplettes Guinea-Team sagt Tokio spontan ab

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2016 in Rio war die olympische Mannschaft von Guinea mit fünf Athletinnen und Athleten am Start.

(Foto: REUTERS)

Äußerst kurzfristig entscheidet sich Guinea, sein komplettes Olympia-Team nicht nach Tokio zu schicken. Offiziell geht es um die Gefahr durch das Coronavirus und die Gesundheit der Athleten. Im Hintergrund spielen wohl zu hohe Kosten und nicht gezahlte Prämien eine Rolle.

Guinea verzichtet aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Das teilte Sportminister Sanoussy Bantama Sow mit. Guinea wollte ursprünglich mit fünf Athletinnen und Athleten in Tokio an den Start gehen.

"Aufgrund des Wiederauflebens von COVID-19-Varianten hat die Regierung, die sich um die Erhaltung der Gesundheit der Athleten bemüht, mit Bedauern die Absage der Teilnahme Guineas an den Spielen in Tokio beschlossen", schrieb der Sportminister laut der französischen Nachrichtenagentur AFP in einem Brief an den Präsidenten des Olympischen Komitees von Guinea.

Nicht gezahlte Prämien?

Ob dies allerdings der wahre Grund für den Rückzug ist, ist unklar. Eine der Regierung nahestehende Quelle berichtete gegenüber AFP von finanziellen Problemen des armen westafrikanischen Landes. "Das Ministerium kann die Kosten nicht zahlen", hieß es. Auch nationale Medien spekulierten über nicht gezahlte Prämien.

Guinea, das bei elf Olympischen Spielen noch nie eine Medaille gewonnen hat, sollte in Tokio durch Fatoumata Yarie Camara (Ringen), Mamadou Samba Bah (Judo), Fatoumata Lamarana Toure und Mamadou Tahirou Bah (Schwimmen) sowie Aissata Deen Conte (Leichtathletik) vertreten sein. Vor Guinea hatte Nordkorea im April angekündigt, nicht an den Olympischen Spielen teilzunehmen, um seine Athleten vor Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu schützen.

Bei den Spielen in Rio 2016 schickte Guinea ein Team von fünf Athletinnen und Athleten an den Start, die in drei Sportarten antraten. Es ist das erste Mal seit Montreal 1976, dass das Land nun nicht an den Spielen teilnimmt. Im April hatte bereits Nordkorea angekündigt, nicht an Tokio 2020 teilzunehmen - ebenfalls unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der COVID-19-Pandemie. Das Coronavirus hat die Vorbereitung auf die Spiele dominiert, die Zahl der positiven Fälle im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen ist seit dem 1. Juli auf 82 gestiegen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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