Olympia

Ukrainerin Lisogor des Dopings überführt Langlaufkönigin Björgen holt sechstes Gold

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Goldenes Finish: Marit Björgen war bei den Winterspielen in Sotschi auch über 30 Kilometer die Beste.

(Foto: AP)

Dreimal Gold in Vancouver, dreimal Gold in Sotschi: Norwegens Langlaufstar Marit Björgen krönt sich mit dem Sieg über 30 Kilometer zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin der Geschichte. Mit insgesamt zehn Medaillen stellt sie einen weiteren Rekord ein.

Die Norwegerin Marit Björgen hat in Sotschi Olympia-Geschichte geschrieben. Die 33-jährige Skilangläuferin holte bei einem norwegischen Dreifach-Triumph über 30 Kilometer ihr sechstes Gold und stieg zur erfolgreichsten Athletin in der Historie der Winterspiele auf. Björgen hatte im Ziel 2,6 Sekunden Vorsprung auf ihre "Kronprinzessin" Therese Johaug und 23 Sekunden auf Kristin Steira.

Das norwegische Trio, das sich früh abgesetzt hatte, ließ der Konkurrenz keine Chance. Die viertplatzierte Finnin Kerttu Niskanen hatte im Ziel 1:21 Minuten Rückstand auf Björgen. Deren Erzrivalin Justyna Kowalczyk (Polen) stieg ebenso wie die Deutsche Nicole Fessel noch vor der Hälfte des Rennens aus. Die Deutsche Katrin Zeller lief als Zwölfte ein gutes Rennen.

Mit ihrem sechsten Gold und insgesamt zehn Olympia-Medaillen (6-3-1) überholte Björgen in der "ewigen" Bestenliste der Winterspiele die russische Langläuferin Jubow Jegorowa (6-3-0). Erst am Mittwoch war Björgens Landsmann Ole Einar Björndalen mit dem Sieg in der Biathlon-Mixed-Staffel zum besten Winter-Olympioniken überhaupt aufgestiegen.

In der Gesamtrangliste liegt Björgen nur noch hinter ihren Landsleuten Björndalen (Biathlon/8-4-1) und Björn Dählie (Skilanglauf/8-4-0). Zudem egalisierte sie mit zehn olympischen Medaillen den Rekord der beiden Langläuferinnen Raissa Smetanina (Russland) und Stefania Belmondo (Italien).

Lisogor positiv getestet

Für Negativschlagzeilen sorgte die ukrainische Langläuferin Marina Lisogor - mit einem positiven Dopingtest. Wie das Nationale Olympische Komitee der Ukraine mit Bezug auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, wurde die 30-Jährige positiv auf das verbotene Stimulans Trimetazidin getestet. Dieses Mittel steht erst seit dem 1. Januar dieses Jahres auf der Verbotsliste.

Lisogor erklärte den positiven Befund mit der Einnahme eines Medikaments, von dem sie nicht wusste, dass es die verbotene Substanz beinhaltet. Lisogor hatte in Sotschi sowohl im Sprint als auch im Klassikrennen über 10 Kilometer den 58. Platz belegt.

Quelle: ntv.de, cwo/sid