Olympia

Burger und Fritten werden rationiert McDonald's zügelt gefräßige Rio-Athleten

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Fritten und Burger stehen bei den Athleten hoch im Kurs - egal zu welcher Uhrzeit.

REUTERS

Die Athleten der olympischen Sommerspiele sind einem Fresswahn verfallen. Aus gutem Grund: McDonald's hat bisher Frei-Essen im olympischen Dorf ausgegeben - doch jetzt ist Schluss. Die Sportler rennen der Fastfood-Kette die Türen ein.

Wer denkt, dass Spitzensportler immer genau auf ihre Ernährung achten, der irrt. Das möchte man jedenfalls meinen, wenn man die Schlange vor der McDonald's-Filiale im olympischen Dorf von Rio de Janeiro sieht. Der Grund? Die Fastfood-Kette gibt umsonst Burger, Fritten und Co. aus. Das lassen sich selbst Star-Athleten nicht entgehen und greifen kräftig zu. Die meisten Sportler gönnen sich aber erst nach dem Wettkampf die Kalorienbomben, dann aber so richtig. Einmal sündigen nach der ganzen harten Arbeit, so das Motto.

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So scheint es zum Beispiel Sawan Serasinghe ergangen zu sein. Der australische Badminton-Spieler war in der Vorrunde im Doppel gescheitert. Nach dieser Enttäuschung könne man sich wieder etwas ungesundes Essen gönnen, schrieb er auf Instagram und postete ein Foto von der Ausbeute eines Besuchs bei der US-Fastfood-Kette: "Nun ist es an der Zeit, wieder etwas Junk-Food zu essen, nach Monaten gesunder Ernährung!"

Dass die Wahl des Lieblingsrestaurants ausgerechnet auf McDonald's fällt, könnte aber noch einen anderen Grund haben. Es gibt kaum Alternativen. Außer einem brasilianischem Restaurant und einer weiteren Cafeteria gäbe es kein anderes Restaurant, berichtet die "Washington Post". So kommt es, dass sich vor dem McDonald's beinahe rund um die Uhr eine riesige Schlange bildet.

McDonald's macht Schluss

Besonders eine Mannschaft soll sich von morgens bis abends den Bauch vollschlagen: das chinesische Basketball-Team. Laut einem McDonald's-Mitarbeiter kommen die Spieler jeden Tag, gerne mehrfach. "Die essen Big Macs um 9 Uhr morgens", sagte er der "Washington Post". "Es ist verrückt."

Doch der Fresswahn hat nun ein Ende: Die Restaurant-Kette hat die Regeln geändert. Statt "All you can eat" gibt es jetzt ein Bestell-Limit. Und das hört sich geradezu aberwitzig an: Nur noch 20 Produkte dürfen aufgenommen werden – pro Bestellung (!) versteht sich. "In den letzten Tagen, wenn die meisten Wettbewerbe vorbei sind, kommen die Mitarbeiter kaum hinterher, wenn jeder Athlet, der in der Schlange steht, 27 Cheeseburger, 40 Chicken McNuggets, zwölf Eisshakes und eine Cola Light bestellt und dann geht, ohne zu bezahlen", erzählt etwa die australische Schwimmerin Melanie Schlanger auf der australischen News-Website "news.com". Bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass sich die Schlange nach einer Limitierung auf 20 Produkte tatsächlich verkürzt.

Quelle: n-tv.de, vck