Olympia

Swaymans "harter Abend"US-Goalie kassiert peinliches Gegentor

15.02.2026, 18:35 Uhr
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Bitterer Abend für Jeremy Swayman: Der Goalie des US-Eishockeyteams kassiert bei Olympia einen peinlichen Gegentreffer. Der könnte für ihn Folgen haben, auch wenn er versucht, ihn wegzulächeln.

Das US-Eishockeyteam lässt in den ersten beiden Duellen im olympischen Eishockey-Turnier keinen Zweifel an der eigenen Favoritenstellung aufkommen, dem 5:1 gegen Lettland lässt das mit Topstars gespickte Edelensemble ein lockeres 6:3 gegen Dänemark folgen. Doch einer zieht bei dem am Ende klaren Sieg Spott und Ärger auf sich: Goalie Jeremy Swayman handelt sich ein peinliches Gegentor ein - und lacht den schwachen Moment zumindest nach außen hin weg.

Elf Minuten waren im ersten Drittel gespielt, nach frühen Toren von Nick Olesen für die Dänen und Matt Brody stand es 1:1, als Swayman seinen schwachen Moment erlebte: Dänemarks Verteidiger Nicholas B. Jensen, der in der DEL für die Fishtown Penguins spielt, wollte eigentlich nur zur Bank zum wechseln und schlenzte den Puck in Richtung des US-Tores - dort aber schlug es zur Überraschung aller aus rund 27 Metern einfach ein.

"Bin eh farbenblind"

"Ehrlich gesagt hätte es aus individueller Sicht nicht schlechter laufen können", schrieb ESPN zum Spiel des Goalies der Boston Bruins, der nur 18 Schüsse abwehrte, aber drei Tore kassierte. Auf dem Portal boston.com heißt es, das Gegentor sei "wahrscheinlich der Tiefpunkt seines gesamten Jahres".

Swayman, der für den beim Auftakt fehlerfreien Connor Hellebuyck ins Tor gerückt war, lieferte für den Fauxpas eine kuriose Erklärung: Der Puck befand sich auf seiner Reise in sein Tor "genau in der perfekten Höhe zwischen Tribüne und Bande, sodass ich ihn wirklich aus den Augen verloren habe", erklärte der Torwart gegenüber Reportern. "Das ist definitiv ein Fehler, den ich gerne zurücknehmen würde, aber gleichzeitig muss man - besonders auf diesem Niveau - gelassen bleiben."

Die Theorie, dass hellere Banden den Treffer wegen des stärkeren Kontrastes möglicherweise verhindert hätten, konterte Swayman mit Humor: "Ich bin sowieso farbenblind, deshalb ist es für mich egal."

"Swaymans harter Abend"

Den bitteren Treffer, der dank der offensiven Extraklasse des US-Teams zumindest für die Mannschaft folgenlos blieb, wollte Swayman schließlich positiv umdeuten: "Ich finde es gut, Widrigkeiten zu durchleben. Man möchte das zwar nicht, aber es ist gut, und ich finde, wir haben heute Abend wirklich gute Arbeit geleistet."

Allerdings machte Swayman auch beim dänischen Anschlusstreffer weniger als drei Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels keine gute Figur. "Man muss sich fragen, ob die Leistung von heute Abend dazu führen wird, dass Jake Oettinger und nicht Swayman Connor Hellebuyck für den Rest des Turniers unterstützen wird", schreibt "The Athletic" zu "Swaymans hartem Abend". Das US-Team spielt am Abend (21.10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen die deutsche Mannschaft.

Quelle: ntv.de, ter

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