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Gratis, vielseitig, einfach Alte Fritzbox erweitert WLAN

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Ältere Fritzboxen kann man als Repeater weiternutzen, wenn eine neue Fritzbox angeschafft wurde.

(Foto: AVM)

Wenn eine neue Fritzbox ins Haus kommt, ist das noch lange kein Grund, die alte außer Betrieb zu nehmen. Sie kann als Repeater ein WLAN erweitern und bietet weitere nützliche Funktionen.

Fritzboxen sind ziemlich langlebige Geräte. Hersteller AVM gewährt eine fünfjährige Garantie und Updates der Firmware gibt es oft sogar noch deutlich länger. So erhielt die 2009 auf den Markt gekommene Fritzbox 7390 erst in diesem Februar ihre letzte Aktualisierung. Deshalb wäre es schade, einen AVM-Router, der durch ein neueres Modell ersetzt wurde, nicht weiterzunutzen. Man kann ihn natürlich verkaufen oder verschenken. Aber vielleicht ist es besser, die alte Fritzbox zu behalten und ihr ein zweites Leben als Repeater zu geben, weil man sich dann kein zusätzliches Gerät kaufen muss, um sein WLAN-Netz zu erweitern. So gehts:

Zunächst überprüft man, ob die Fritzbox technisch in der Lage ist, als Repeater zu arbeiten. AVM hat dafür eine Liste erstellt. Die meisten AVM-Router können das, aber nicht alle, unter anderem die Kabel-Geräte. Ist die Box Repeater-fähig, sind nur wenige Schritte nötig, um sie für ihre neue Aufgabe einzustellen. Wie das geht, zeigt n-tv.de am Beispiel einer Fritzbox 7490, die als Mesh-Repeater eingerichtet wird. Grundsätzlich funktioniert dies bei allen Geräten mit FritzOS 7 genauso. Fritzboxen, die kein Update mehr auf diese Version erhalten können, nutzt man besser nicht weiter, sondern gibt sie ins Recycling.

Schnell eingerichtet

Zunächst unterbricht man am Computer die WLAN-Verbindung zum neuen Router und verbindet ihn per Netzwerkkabel oder WLAN mit der alten Fritzbox. Danach ruft man ihre Benutzeroberfläche auf, in dem man in das Adressfeld des Browsers https://fritz.box eingibt. Dort klickt man links im Menü unter Heimnetz auf Mesh und wählt im Anschluss oben den Reiter Mesh Einstellungen aus.

Bei Mesh Betriebsart der Fritz!Box ändern markiert man dann Fritz!Box als Mesh Repeater und aktiviert darunter die Option, die mit Diese Fritz!Box ist Netzwerkgerät ... beginnt. Unter Heimnetz-Zugang muss per WLAN ausgewählt sein.

Im Anschluss klickt man unter WLAN-Funknetz auswählen das Funknetz der neuen Fritzbox an, tippt bei WLAN-Netzwerkschlüssel den Netzwerkschlüssel (Passwort) ein und klickt anschließen ganz unten auf Übernehmen.

Um die Repeater-Fritzbox Mesh-fähig zu machen, drückt man zuerst am neuen Router die Verbindungstaste, bis die WLAN-LED blinkt. Danach muss man nur noch innerhalb von zwei Minuten das Gleiche bei der alten Fritzbox machen. Die Verbindungstaste ist meistens mit WPS bezeichnet, kann aber auch schlicht die WLAN-Taste sein.

Repeater mit Telefonie-Funktion

Was ein gewöhnlicher Repeater nicht kann: Es ist auch möglich, die Telefonie-Funktionen der neuen Fritzbox mit Telefonen am alten Router zu nutzen. Dazu klickt man in der Benutzeroberfläche des neuen Geräts im Menü Heimnetz auf Mesh und dann auf den Reiter Mesh Einstellungen. Anschließend wählt man bei Telefonie im Mesh nutzen beim Mesh-Repeater den Link Freischalten aus. Zum Abschluss folgt man der Aufforderung, an der alten Fritzbox zur Bestätigung eine bestimmte Taste zu drücken.

Schließlich gilt es das Gerät wie jeden anderen Repeater optimal zu positionieren. Wie man das macht, hat n-tv.de hier beschrieben.

Quelle: n-tv.de, kwe

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