Technik

"Echo" mit neuem Kugel-Design Amazon macht Alexa menschlicher

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Die "Echo"-Lautsprecher sind zukünftig kugel- statt zylinderförmig.

(Foto: Amazon)

Der US-Konzern Amazon macht sich im Privatleben seiner Kunden breit. Während Sprachassistentin Alexa noch mehr in den Haushalt eingebunden wird, folgt das Display des Lautsprechers "Echo Show" den Nutzern auf Schritt und Tritt. Und auch eine Drohne kann zukünftig zum steten Begleiter werden.

Amazon will natürlichere Unterhaltungen mit seiner Sprachassistentin Alexa ermöglichen. Zum einen soll die Software mehr wie ein Mensch klingen, sagte Amazon-Manager Rohit Prasad. Außerdem soll Alexa in einfache Gespräche im Haushalt eingebunden werden können. Als Beispiel demonstrierte Amazon die Situation, in der eine Pizza ausgewählt und bestellt wird - Alexa listete die Optionen auf und reagierte auf Entscheidungen der Nutzer.

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Das Display von "Echo Show" kann sich drehen, damit der Nutzer es im Blick behalten kann, auch wenn er sich im Raum bewegt.

(Foto: Amazon)

Amazon stellte in einer Online-Präsentation auch neue Modelle seiner vernetzten "Echo"-Lautsprecher vor. Die gesamte Modellreihe ist jetzt rund. Bisher hatten die meisten "Echo"-Modelle seit der ersten Generation die Form eines Zylinders. Das Modell "Echo Show" hat jetzt ein Display, das sich drehen kann, damit der Nutzer es im Blick behalten kann, auch wenn er sich im Raum bewegt. Dafür erkenne die Kamera die Form eines Menschen, aber es gebe keine Gesichtserkennung, betonte Amazons Geräte-Chef Dave Limp. Die "Echo"-Geräte laufen jetzt mit einem bei Amazon entwickelten Prozessor, der unter anderem auf maschinelles Lernen zur besseren Spracherkennung zugeschnitten ist.

Das ungewöhnlichste nun vorgestellte neue Gerät ist eine Sicherheitskamera der Tochterfirma Ring, die als Mini-Drohne durch den Haushalt fliegen kann, um verschiedene Räume abzudecken. Mit Ring will Amazon auch stärker ins Auto vorstoßen. Als Nachrüstgerät gibt es eine Ring-Autoalarmanlage mit Sensoren und Sirene. Außerdem bietet Amazon aber auch eine Schnittstelle für Autohersteller an, damit sie Ring-Sicherheitsfunktionen direkt integrieren können.

"Das ist Tag 1 für Luna"

Nach Google und Microsoft startet auch Amazon einen eigenen Streamingdienst für Videospiele. Nutzer von Luna müssen dabei nicht mehr einzelne Spiele kaufen oder über Gaming-Konsolen verfügen, sondern können künftig direkt über eine Cloud auf ihre bevorzugten Spiele zugreifen - und zwar von den Geräten ihrer Wahl aus. Zugang zu Luna erhielten aber zunächst nur Gamer in den USA auf Einladung.

Mit Luna macht der Konzern von Jeff Bezos auf dem potenziell milliardenschweren Markt der Gaming-Streamingdienste Googles Stadia, der schon seit längerem auf dem Markt ist, sowie Microsofts XCloud Konkurrenz. "Das ist Tag 1 für Luna", erklärte der Vizepräsident für Unterhaltungsgeräte und -dienste bei Amazon, Marc Whitten. "Wir freuen uns darauf, mit Spielern, Streamern und Videospielunternehmen wie Ubisoft und Remedy Entertainment zusammenzuarbeiten, um ein großartiges Spielerlebnis für alle zu schaffen."

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP