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Google veröffentlicht erste Beta Android Q stellt sich vor

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Für welche Süßigkeit das "Q" steht, steht noch nicht fest.

(Foto: Google)

Google veröffentlicht die erste Beta-Version von Android 10 alias Android Q. Sie zeigt unter anderem, dass die neue Version des Betriebssystems Verbesserungen beim Schutz von Privatsphäre und Daten bringt und die Oberfläche für Falt-Smartphones angepasst wird.

Rund ein halbes Jahr, bevor es fertig sein soll, hat Google die erste Beta-Version von Android Q (10) bereitgestellt. Installieren und ausprobieren kann sie jeder, der ein Pixel-Smartphone hat, man muss das Gerät lediglich für das Betaprogramm anmelden und erhält wenig später ein System-Update. Man sollte dies aber nur tun, wenn man das Smartphone nicht wirklich benötigt, da Android Q noch sehr wackelig und nicht alltagstauglich ist.

Verbesserte Berechtigungen

Einer der Schwerpunkte des kommenden Betriebssystems ist ein verbesserter Schutz von Daten und Privatsphäre. Das heißt nicht, dass Google selbst weniger neugierig sein möchte, sondern es geht darum, dass Apps ohne Einwilligung der Nutzer nicht heimlich Informationen sammeln und weitergeben können.

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In den meisten Fällen genügt es, den Standort-Zugriff nur bei Verwendung einer App zu gestatten.

(Foto: n-tv.de)

Unter anderem gewährt Android Q mehr Kontrolle darüber, ob und wann eine Anwendung den Standort abrufen darf. Es ist nicht mehr nur möglich, den Zugriff zu gewähren oder abzulehnen. Man kann ihn wie bei Apples iOS jetzt auch nur erlauben, so lange eine App genutzt wird und verweigert damit, den Standort im Hintergrund abzurufen.

Wenn man die Berechtigungen in der Beta aufruft, hat das System bereits eine Vorauswahl getroffen. Dabei fällt auf, dass nicht bei allen Apps die Möglichkeit besteht, den Zugriff immer zu erlauben. Unter anderem hat Google dies für seinen eigenen Chrome-Browser ausgeschlossen.

Vordrängeln verboten

Nutzer erhalten unter Android Q auch mehr Kontrolle darüber, ob und wie Apps auf Fotos, Videos oder Audio-Dateien zugreifen dürfen. Der Umgang mit Downloads ist strenger reguliert und schließlich schränkt Google auch den Zugriff auf Seriennummern und ähnliche Informationen stärker ein, über die ein Gerät eindeutig identifiziert werden kann.

Apps, die im Hintergrund laufen, dürfen sich nicht mehr einfach in den Vordergrund drängen, falls ein Ereignis dies erforderlich macht. Einkommende Anrufe werden jetzt beispielsweise durch Benachrichtigungen mit hoher Priorität angezeigt.

Bereit für Falt-Smartphones

Android Q wird das erste Betriebssystem sein, das Geräte mit faltbaren Displays unterstützt. In der Beta ist davon nichts zu sehen, aber Entwickler haben jetzt unter anderem die Möglichkeit, zu bestimmen, wie ihre Anwendungen auf solchen Geräten angezeigt werden sollen.

Gute Verbindungen sind wichtig

Bei WLAN- und Bluetooth-Verbindungen geht Android Q wesentlich differenzierter vor als seine Vorgänger. Unter anderem gewährt es auch hier nur noch den allgemeinen Standort-Zugriff, wenn dies wirklich benötigt wird, und schützt die Privatsphäre durch wechselnde MAC-Adressen bei wechselnden WLAN-Verbindungen. Außerdem ist Android Q besser auf das Internet der Dinge vorbereitet. Unter anderem werden moderne Standards unterstützt und Verbindungen automatisiert. Bei Bedarf können leistungsfähigere WLAN-Verbindungen mit geringer Verzögerung eingestellt werden.

Mit "Sharing Shortcuts" können Nutzer einfacher und schneller Inhalte teilen, indem sie in einer Apps vorab dafür bereitgestellt werden, Entwickler können in ihre App-Einstellungen bei Bedarf auch System-Einstellungen übernehmen. Schließlich stellt Android Q Foto-Apps dynamischen Tiefeninformationen für bessere Bokeh-Effekte, 3D-Bilder oder AR-Anwendungen zur Verfügung, unterstützt neue Audio- und Video-Codecs sowie HDR10+. Auch optisch tut sich etwas, unter anderem hat der Dateimanager eine Auffrischung erhalten.

Quelle: n-tv.de

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