Technik
iPhone-Nutzer müssen sich wegen des geleakten Quellcodes wohl keine Sorgen machen.
iPhone-Nutzer müssen sich wegen des geleakten Quellcodes wohl keine Sorgen machen.(Foto: kwe)
Freitag, 09. Februar 2018

Alter Quellcode kein Super-Leak: Apple sagt, iPhones seien nicht in Gefahr

Nachdem iOS-Quellcode geleakt wurde, heißt es, Millionen iPhones seien in Gefahr. Dem sei aber nicht so, sagt Apple, aktuelle Geräte seien sicher. Auch ein Sicherheitsforscher hält die Angelegenheit nicht für "den größten Leak der Geschichte".

Die Aufregung ist groß, seit bekannt wurde, dass Unbekannte auf der Entwickler-Plattform GitHub Quellcode von iOS 9 veröffentlicht hatten. Zwar handelte es sich dabei um sehr alten Code aus dem Jahr 2015, doch von verschiedenen Seiten hieß es, man wisse nicht, ob Apple ihn immer noch in neueren Betriebssystemen verwende. Über den Quellcode könnten Hacker leichter Schwachstellen finden, um iPhones anzugreifen, zu übernehmen oder zu entschlüsseln, sagte Sicherheitsforscher Jonathan Levin der Website "Motherboard". Für ihn sei das "der größte Leak der Geschichte".

Dass der Code echt ist, zeigte schon das schnelle Einschreiten von Apples Juristen, die von GitHub verlangten, den Code umgehend zu beseitigen. Und jetzt hat das Unternehmen dies auch offiziell in einem Statement bestätigt. Offenbar sei drei Jahre alter Quellcode geleakt worden, schrieb Apple in der Stellungnahme an "MacRumors". Eine Gefahr für iOS-Geräte entstehe daraus aber nicht. "Die Sicherheit unserer Produkte ist nicht von der Geheimhaltung des Quellcodes abhängig", heißt es in dem Statement. Es gäbe mehrere Sicherheitsebenen in Hard- und Software, die sie schützten. Deshalb sollten Nutzer auch immer die jüngsten Software-Versionen installieren.

Tiefere Einblicke, mehr nicht

Einer Apple-Statistik zufolge läuft aktuell auf 65 Prozent aller iOS-Geräte die jüngste Version 11 des Betriebssystems. iOS 10 ist auf 28 Prozent der iPhones, iPads und iPods installiert, ältere Versionen finden sich nur auf 7 Prozent der Geräte.

Auch Sicherheitsforscher Will Strafach kann in der Veröffentlichung des alten Quellcodes keinen "größten Leak der Geschichte" erkennen. Der Code sei interessant, weil er tiefere Einblicke in den Startvorgang gäbe, sagte er dem Magazin "Techcrunch".  Aber eine Gefahr für den Nutzer und seine verschlüsselten Geräte entstehe daraus nicht. Es gäbe für Hacker keinen Weg, den Code für Angriffe zu nutzen, so Strafach.

Quelle: n-tv.de