Technik

Smartphone-Flaggschiff mit Stift Beim Galaxy Note 20 ist nur das Ultra top

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Das Galaxy Note 20 und das Note 20 Ultra unterscheiden sich nicht nur bei der Kameraausstattung deutlich.

(Foto: Samsung)

Mit dem Galaxy Note 20 bringt Samsung die neue Generation seines Monster-Smartphones mit Stift an den Start. Ein großer Fortschritt ist sie nicht, die Südkoreaner haben einfach die bewährte Technik weiterentwickelt. Wer protzen will, steckt sich das Ultra-Modell in die Hosentasche - wenn sie tief genug ist.

Manche Menschen suchen möglichst kompakte und günstige Smartphones wie das Google Pixel 4a, die alles können, was man im Alltag benötigt, mehr aber auch nicht. Andere wollen Geräte mit möglichst großem Display und allen Extras, koste es was es wolle. Für diese Klientel hat Samsung vor mittlerweile schon fast neun Jahren das erste Galaxy Note mit für damalige Verhältnisse riesigem Display und integriertem Touchpen auf den Markt gebracht. Seit damals ist der Bildschirm des "ersten Phablets" immer größer, der Stift immer raffinierter und die Leistung immer höher geworden. Jetzt hat Samsung das Galaxy Note 20 und die mächtigere Ultra-Variante vorgestellt, die im Prinzip noch alles wie der Urahn machen, nur eben viel, viel besser.

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(Foto: Samsung)

Das "normale" Galaxy Note 20 scheint trotz eines immer noch stolzen Preises von rund 1000 Euro eine Art Spar-Flaggschiff zu sein. Es hat ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit integriertem Fingerabdrucksensor, das erstaunlicherweise nur mit FHD+ auflöst. Das resultiert in einer für Oberklasse-Geräte relativ bescheidenen Pixeldichte von 394 ppi. Auch die Bildwiederholfrequenz ist mit 60 Hertz (Hz) nur Standard. Außerdem ist das Panel des Note 20 an den Seiten nicht gebogen, was man ebenfalls als Sparmaßnahme betrachten könnte. Allerdings gibt es genügend Nutzer, die ein flaches Display den seitlich gewölbten Varianten vorziehen.

Plastik tut's auch

Um die Kosten im Rahmen zu halten, hat das Gerät außerdem eine matte Rückseite aus Kunststoff statt aus Glas. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil. Die Oberfläche ist vielleicht nicht so kratzfest, dafür ist Plastik aber nahezu bruchsicher.

Bei der Kameraausstattung hat sich Samsung größtenteils bei seiner Galaxy-S20-Serie bedient, fürs Note 20 beim S20+. Das Gerät hat daher eine Hauptkamera mit 12 Megapixeln (MP) Auflösung und Blende f/1.8. Dazu kommen eine 12-MP-Ultra-Weitwinkelkamera mit Blende f/2.2 und eine 64-MP-Tele-Kamera mit Blende f/2.0. Die Frontkamera löst mit 10 MP auf und hat die Blende f/2.2.

Auch das Innenleben ist S20-like: Angetrieben wird das Gerät von Samsungs hauseigenem Chip Exynos 990. Dazu kommen 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 256 GB Flash-Speicher. Die Akku-Kapazität von 4300 Milliamperestunden (mAh) sollte lange Laufzeiten garantieren.

Der S Pen war schon beim Note 10 ziemlich ausgereizt, und bis auf eine verkürzte Latenz und eine verbesserte Präzision ist nicht viel hinzugekommen. Spannender ist da, dass Samsung das Smartphone für Microsofts Cloud-Gaming kompatibel gemacht hat.

Darfs ein wenig mehr sein?

Beim Galaxy Note 20 Ultra hat Samsung fast überall noch eine ordentliche Schippe draufgelegt. So hat dieses Modell ein 6,9 Zoll großes Display, das sich um die Längsseiten biegt. Mit der Auflösung WQHD+ ist seine Pixeldichte von 496 ppi ebenso wie die Bildwiederholfrequenz von 120 Hz standesgemäß.

Auf der hier gläsernen Rückseite sticht eine gewaltige Kamera-Einheit hervor, die der des Galaxy S20 Ultra entspricht. Deshalb hat das Smartphone eine 108-MP-Hauptkamera mit Blende f/1.8, bei der die hohe Auflösung unter anderem für starke Zoom-Vergrößerungen genutzt wird. Dafür ist die Tele-Kamera mit 12 MP und Blende f/3.0 bescheidener ausgefallen. Dazu hat das Ultra-Modell die gleiche Ultra-Weitwinkel-Kamera wie das einfache Note 20.

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Auch unter der Haube darf's mit 12 GB Arbeitsspeicher und 256 oder 512 GB Flash-Speicher beim Top-Modell etwas mehr sein. Entsprechend der Ausstattung hat der Akku des Ultra mit 4500 mAh auch eine etwas höhere Kapazität. Außerdem soll der S Pen eine geringere Latenz als der des Standard-Modells haben. Und es gibt noch einen weiteren kleinen, aber feinen Unterschied: Während das Note 20 nur zwei SIM-Karten oder eine eSIM + SIM-Karte schluckt, kann man beim Ultra auch wahlweise noch eine microSD-Karte einstecken.

Die großen Unterschiede machen sich auch bei den Preisen der Geräte bemerkbar, die ab dem 21. August erhältlich sind. Das Galaxy Note 20 ist ab 925 Euro erhältlich, das Note 20 Ultra ab 1266 Euro. Beim Standard-Modell darf man für die 5G-Variante nochmal 98 Euro drauflegen. Das Ultra ist grundsätzlich 5G-tauglich, hier sind die 98 Euro extra für den doppelten Flash-Speicher fällig.

Quelle: ntv.de, kwe