Sichtbarer FortschrittDas Galaxy S26 Ultra zeigt allen, was es kann
Von Klaus Wedekind.webp)
Mit seinem innovativen Display, das Inhalte vor neugierigen Blicken schützt, zeigt das Galaxy S26 Ultra im Vergleich zu seinen Serien-Kollegen und dem Vorgänger etwas wirklich Neues. Ansonsten optimiert Samsung sein Flaggschiff gründlich, was insgesamt zur Android-Spitze führt.
Wirklich neue Hardware-Funktionen sind bei neuen Smartphones selten geworden. Auch Samsung hat in der jüngeren Vergangenheit nur etwas verbesserte Galaxy-S-Geräte ohne echte technische Innovationen herausgebracht und stattdessen KI-Features in den Vordergrund gestellt. In diesem Jahr ist das grundsätzlich nicht anders, doch das Ultra-Flaggschiff kommt mit einer kleinen Display-Revolution, die es tatsächlich einzigartig macht. ntv.de hat sich die "Datenschutzanzeige" genauer angeschaut und ausprobiert, was das Galaxy S26 Ultra sonst noch besser macht.
Über das Design muss man nicht viel schreiben, das neue Gerät unterscheidet sich vom Vorgänger durch einen Sockel für drei Kameras, der deutlich aus der Rückseite herausragt. Beim 25 Ultra blicken noch alle Objektive direkt aus der matten Glasfläche heraus. Mit 78,1 × 163,6 × 7,9 mm ist der Neuling etwas dünner und länger als der Vorgänger, das Gewicht ist um 18 auf 214 Gramm gesunken. Sehen oder spüren tut man das nicht.
Stärkeres und effizienteres Innenleben
Wie andere neue Android-Boliden wird das Ultra von Qualcomms Top-Chip Snapdragon 8 Elite Gen 5 angetrieben. Die Speicherausstattung ist praktisch unverändert geblieben. Die Modelle mit 256 oder 512 Gigabyte (GB) Flash-Speicher (LPDDR5X-RAM) haben 12 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X-RAM) zur Seite, die 1-Terabyte-Variante kann auf 16 GB zugreifen. Wenig überraschend platziert sich das Galaxy S26 Ultra damit in Benchmarktests in der Spitzengruppe, ohne sich von anderen Top-Androiden wie dem Xiaomi 17 Ultra abzusetzen.
Der Akku fasst wie bisher 5000 Milliamperestunden (mAh). Durch den effizienteren Chip hält das Gerät aber vermutlich etwas länger durch. Im Alltag ist der Unterschied kaum zu messen, aber er spielt auch keine Rolle: Die Laufleistung des Galaxy S26 Ultra ist ausgezeichnet, normalerweise muss man sich nie sorgen, ob es bis zur Nachtruhe ohne Steckdose auskommt. Falls es doch knapp werden sollte, kann man das neue Flaggschiff mit 60 statt 45 Watt zwischendurch schnell auftanken. Induktiv sind jetzt 25 statt 15 Watt möglich.
Die Datenschutzanzeige ist klasse
Im wahrsten Sinne des Wortes ist ein Blick auf das neue Display wesentlich spannender. Es ist nach wie vor 6,9 Zoll groß, bietet eine scharfe Pixeldichte von fast 500 ppi und eine adaptive Bildwiederholfrequenz von 1 bis 120 Hertz (Hz). Doch das OLED-Panel hat eine völlig neue Architektur mit zwei verschiedenen Pixel-Arten, die entweder im breiten oder im schmalen Winkel abstrahlen.
Die breit abstrahlenden Pixel können über das gesamte Display hinweg oder nur in Bereichen komplett oder teilweise deaktiviert werden. Dort ist der Bildschirm dann seitlich betrachtet kaum noch ablesbar. Aktiviert man in den Einstellungen die maximale Stärke, ist es praktisch unmöglich, etwas auf dem Display zu erkennen, solange man nicht direkt darauf blickt.
Das hat im Praxistest ausgezeichnet geklappt. Die Funktion kann über die Schnelleinstellungen mit einem Tipper sekundenschnell aktiviert werden. Wahlweise legt man fest, dass die Datenschutzanzeige bei bestimmten Apps automatisch eingreift. Das Gleiche ist für die Eingabe einer PIN, eines Passworts oder Entsperr-Musters möglich.
Weil man kaum schnell genug reagieren kann, ist es außerdem wichtig, dass sich ebenfalls Benachrichtigungs-Pop-ups automatisch vor neugierigen Blicken schützen lassen. Unbefugte sehen dann lediglich einen schwarzen, pillenförmigen Bereich im ansonsten normal ablesbaren Display.
Nutzt man die Funktion im maximalen Modus, fällt die Leuchtkraft des Bildschirms auch direkt betrachtet etwas ab. Vor allem aber verliert das Display deutlich an Kontrast. Im Standard-Modus ist das kaum der Fall, weshalb er im Alltag auch dauerhaft aktiviert bleiben kann.
Sehr gute, aber nicht herausragende Kameras
Bei den Kameras hat sich nicht viel getan, um die schon etwas betagten Knipsen aufzuwerten, hat Samsung aber Haupt- und Ultraweitwinkel-Objektiv größere und damit lichtstärkere Blenden gegönnt. Zusätzlich wurde mit dem neuen Prozessor die Rauschreduzierung optimiert. Entsprechend erhält man speziell bei wenig Licht sichtbar bessere Resultate.
Im Praxistest ist aber aufgefallen, dass die Rauschreduzierung gelegentlich zu aggressiv arbeitet. Das heißt, es gehen viele Details verloren. Das sieht man auch bei Zoomaufnahmen, die über die maximale fünffache optische Vergrößerung hinausgehen.
Alles in allem hat das Galaxy S26 Ultra sehr gute Kameras, mit denen die meisten Nutzerinnen und Nutzer höchst zufrieden sein dürften. Die Qualität der Aufnahmen reicht aber nicht ganz an das Niveau der auf diesem Gebiet führenden Geräte heran, unter anderem Apples iPhone 17 Pro oder Xiaomis 17 Ultra.
Fazit
Unterm Strich genügt das spannende Privatsphäre-Display, um das Samsung Galaxy S26 Ultra zum aktuell bemerkenswertesten neuen Top-Smartphone zu machen. Die weiteren Verbesserungen sind zwar minimal, aber hier hat speziell die Android-Konkurrenz auch nicht sehr viel mehr zu bieten.