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Windows 10 für Feinschmecker Das Surface Book 2 ist massive Qualität

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Das Surface Book 2 sieht aus wie sein Vorgänger, ist aber deutlich stärker.

(Foto: kwe)

Microsoft verkauft jetzt die zweite Generation seines edlen Surface Book. Der 2-in-1-Laptop bietet die bereits bekannten Vorzüge gepaart mit jeder Menge Leistung - das merkt man auch am Preis.

Als Microsoft im Herbst 2015 das erste Surface Book vorstellte, war die Überraschung groß. Die Tablet-Notebook-Kombination überzeugte mit Design und Technik Fachwelt und Publikum und die Windows-10-Welt hatte endlich einen würdigen MacBook-Pro-Gegner. Die damals ebenfalls präsentierten Lumia-Smartphones sind inzwischen Geschichte, die Begeisterung für das Surface Book blieb. Jetzt gibt es das edle Convertible in der zweiten Generation, n-tv.de hat es ausprobiert.

Gebremstes USB-C

Äußerlich ist von einem Generationenwechsel nichts zu erkennen. Warum auch? Microsofts deutschem Chefdesigner Ralf Groene ist das Surface Book so gut gelungen, dass es keinen Grund für größere Änderungen gibt. Das robuste Gehäuse aus mattem Magnesium ist und bleibt ein Hingucker und das raffinierte Verbindungsscharnier sucht in der Convertible-Welt immer noch seinesgleichen. Tastatur und Touchpad sind auf höchstem Niveau und das 13,5 Zoll große Display ist erste Sahne - auch wenn es nach wie vor stark spiegelt.

Neu hinzugekommen ist ein USB-C-Eingang, über den man das Gerät auch laden kann. Der Anschluss bietet aber wie die beiden USB-A-Eingänge nur USB 3.1 (1. Generation). Thunderbolt-3-Geschwindigkeiten, wie sie das MacBook Pro oder andere Top-Windows-Notebooks bieten, gibt's beim Surface Book 2 nicht - seltsam.

Microsoft hat vor allem das Innenleben aktualisiert und baut jetzt neuere Intel-Core-Prozessoren ein. In Deutschland gibt es ein Surface Book 2 mit Core-i5-Chip der siebten Generation (7300U), 256 Gigabyte (GB) großer SSD und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher (RAM). Drei weitere Modelle werden mit dem stärkeren Prozessor Core i7-8650U (8. Generation) ausgeliefert, der auf 8 oder 16 GB RAM zugreifen kann und dessen SSDs bis zu 1 Terabyte (TB) speichern können. Die Core-i7-Varianten sind mit einer Nvidia Geforce GTX 1050 plus 2 GB Grafikspeicher in der Tastatur-Einheit auch mit deutlich mehr Grafik-Power ausgestattet als das Core-i5-Modell. Bei ihm ist eine Intel-Grafik 620 integriert.

Deftige Preise, gute Ausdauer

Für den Test schickte Microsoft ein Surface Book 2 mit Core i7, 16 GB RAM und 1TB Speicher. Die unverbindliche Preisempfehlung dafür ist schmerzhafte 3450 Euro. Auch das einfachste Modell ist mit 1750 Euro ganz sicher kein Schnäppchen.

Die Preise sind ganz schön happig, aber dafür stimmt die Leistung. Das Testgerät hat sich weder durch 4K-Videobearbeitung noch durch anspruchsvolle PC-Spiele zum Stottern bringen lassen. Und nur wenn man volle Pulle gibt, geht die Lüftung hörbar zur Sache. Auch die Laufleistung ist beachtlich. Microsoft gibt bis zu 17 Stunden Videowiedergabe an, im Alltag darf man 10 bis 12 Stunden erwarten - etwas mehr als beim Vorgänger. Möglich macht das der zweite Akku in der Tastatur-Einheit. Auf sich alleine gestellt, ist das Tablet kein Dauerläufer, da geht ihm nach spätestens 3 Stunden die Puste aus.

Der Vorgänger tut's auch noch

Obwohl es ohne Thunderbolt 3 nicht alles auf der Pfanne hat, was ein so teures Top-Notebook aktuell bieten sollte, ist das Surface Book 2 doch ein hervorragendes Gerät, das enorm leistungsstark sein kann, wenn man viel Geld ausgibt. Trotz des Leistungszuwachses ist der Unterschied zum Vorgänger im Alltag der meisten Nutzer aber kaum spürbar. Wer sich also ein Surface Book kaufen möchte und nicht auf mächtig viel Leistung angewiesen ist, kann auch zur ersten Generation greifen, wenn er ein gutes Angebot findet.

Quelle: n-tv.de

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