Technik

Berliner Erfolgsgeschichte Die Fritzbox wird 15 Jahre alt

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AVM feiert mit dem aktuellen Top-Modell 7590 das 15-jährige Jubiläum der Fritzbox.

(Foto: AVM)

Kaum zu glauben, aber die Fritzbox wird bereits 15 Jahre alt. Am 18. März 2004 stellte der Berliner Hersteller AVM das erste Modell im Rahmen der Computermesse Cebit in Hannover vor.

Im Hightech-Bereich sind deutsche Erfolgsgeschichten vor allem in Sachen Hardware ziemlich rar, aber es gibt welche. Zu ihnen gehört die Fritzbox des Berliner Herstellers AVM. Am 18. März präsentierte er das erste Modell, nachdem er sich zuvor schon mit der ISDN-Karte Fritzcard am Markt etabliert hatte.

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Die erste Fritzbox hatte bereits das typische Design der AVM-Router.

(Foto: AVM)

Die erste Fritzbox hatte ein DSL-Modem mit integriertem Router an Bord und bot zwei LAN-Anschlüsse sowie einen USB-Anschluss. Die damals maximal erreichbare Datenübertragungsrate am DSL-Anschluss lag bei 8 Megabit pro Sekunde Mbit/s im Downstream und 1 MBit/s im Upstream. Bereits kurz nach der Vorstellung dieses Geräts präsentierte AVM im Jahr 2004 zwei weitere Modelle: die Fritzbox Fon mit integrierter Telefonanlage für Festnetz und VoIP und die Fritzbox SL WLAN, das erste Modell, das auf WLAN zur Heimvernetzung setzte.

750 Mitarbeiter, 520 Millionen Euro Umsatz

Danach ging es mit AVM steil bergauf und die Berliner sind immer noch erfolgreich, während die Cebit inzwischen der Geschichte angehört. Das Unternehmen ist in Deutschland Marktführer und hat sich auf den Weg gemacht, auch im europäischen Ausland und dem Rest der Welt die Fritzbox zum Standard zu machen. Ob das klappt, muss sich noch zeigen, die Chancen stehen aber nicht schlecht. Die Fritzbox ist zwar nicht komplett "Made in Germany", aber wird seit 2004 in Berlin entwickelt, in der EU produziert und in mittlerweile über 40 Ländern vertrieben. AVM beschäftigt aktuell 750 Mitarbeiter. Das Unternehmen erzielte 2018 einen Umsatz von 520 Millionen Euro.

Ein Erfolgsrezept von AVM ist es, Entwicklungen nicht zu verschlafen, sondern möglichst früh aufzugreifen. So erschien im Jahr 2009 die Fritzbox 7390 für VDSL, die Jahre später noch für VDSL-Vectoring geeignet war. Mit der Fritzbox 7590 stellte AVM 2017 das aktuelle DSL-Flaggschiff vor, das Supervectoring für 250 MBit/s bereits unterstützte, bevor sie in den Netzen angeboten wurde. Die erste Fritzbox für den Kabelanschluss kam 2010 auf den Markt. Seit 2018 ist mit der Fritzbox 6591 Cable ein Modell in ersten Kabelnetzen im Einsatz, das Datenraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) ermöglicht. Inzwischen sind Fritzboxen komplette Smart-Home-Zentralen für die Heimvernetzung und spannen zusammen mit Fritz-Repeatern und Powerline-Geräten Mesh-Netzwerke.

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Quelle: n-tv.de, kwe

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