Technik

Geekom X14 Pro und X16 ProDiese Metall-Laptops sind leicht, stark und recht günstig

03.02.2026, 18:23 Uhr Icke-im-WaldVon Klaus Wedekind
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Geekom X14 Pro X16 Pro Test 01 (1 von 1)
Geekom X14 Pro und X16 Pro. (Foto: kwe)

Mini-PC-Hersteller Geekom bringt mit dem X14 Pro und dem X16 Pro seine ersten Laptops heraus. Beide Geräte mit Metallgehäusen sind sehr leicht, leistungsstark und vergleichsweise günstig. Sie unterscheiden sich in einem wichtigen Detail und teilen einen kleinen Nachteil.

Geekom ist bekannt geworden durch hochwertige Mini-PCs mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis. Jetzt bietet der taiwanisch-chinesische Hersteller mit dem X14 Pro und dem X16 Pro seine ersten beiden Laptops mit Windows 11 Pro an, die ähnliche Vorteile bieten. Im Praxistest überzeugen sie weitgehend und stellen sich als interessante Alternative zu oft wesentlich teureren Ultrabooks heraus.

Dünn, leicht, hochwertig

Beiden Geräten gemein ist ein hochwertig verarbeitetes Magnesiumgehäuse, das sich durch eine spezielle Oberflächenbehandlung angenehm "warm" anfühlt und resistent gegenüber Fingerabdrücken ist. Die verwendete Legierung erlaubt einen besonders sparsamen Materialeinsatz, wodurch die Laptops mit knapp einem und 1,3 Kilogramm außergewöhnlich leicht sind. Außerdem sind sie sehr schlank. Das X14 Pro ist zusammengeklappt 16,9 bis 6 Millimeter, das X16 Pro 14,9 bis 7 Millimeter dünn.

Trotzdem wirken die Geräte robust. Dazu tragen Scharniere bei, die es erlauben, die Laptops mit einer Hand aufzuklappen, die Bildschirme aber stabil in Position halten. Schließt man sie, lösen die Gelenke am Ende den Widerstand und der Display-Deckel legt sich mit einem angenehmen Geräusch auf die Basis.

Tastatur und Touchpad gut

Die Chiclet-Tastaturen mit Hintergrundbeleuchtung haben im Praxistest einen positiven Eindruck hinterlassen. Auch beim kleineren Gerät sind die einzelnen Tasten groß, haben zueinander ausreichend Abstand und bieten einen gut definierten Druckpunkt. Rechts über dem Keyboard sitzt ein Einschalter mit einem flotten Fingerabdrucksensor.

Geekom X14 Pro X16 Pro Test (3 von 6)
Das größere Gerät hat zwei USB-A-Anschlüsse und einen Micro-SD-Kartenleser. (Foto: kwe)

Ein hohes Niveau zeigen auch die großen Touchpads der Laptops. Beim X14 Pro misst das Eingabefeld 120 x 71 Millimeter, beim X16 Pro 135 x 90 Millimeter. Die Flächen reagieren zügig und exakt auf Tipper und Gesten. Da nur die unteren Ecken auf Druck reagieren, sind Fehleingaben nahezu ausgeschlossen.

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Das Kleine hat ein OLED-Display

Der wichtigste Unterschied zwischen den Geekom-Laptops sind ihre Displays, die beide keine Touch-Funktion bieten. Das größere Gerät hat ein LCD mit 16-Zoll-Diagonale im Format 16:10. Es bietet eine hohe Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln, seine Bildwiederholrate beträgt 120 Hertz, die maximale Helligkeit 400 Nits.

Geekom X14 Pro X16 Pro Test (4 von 6)
Die Geräte sind sehr schlank und leicht. (Foto: kwe)

Der abgedeckte Farbraum ist mit 100 Prozent sRGB Standard, aber für Office-Aufgaben et cetera absolut okay. Die Ausleuchtung des Panels ist gleichmäßig. Pluspunkte gibt es für stabile Blickwinkel und eine matte Bildschirmoberfläche, die nicht spiegelt. Über dem LCD sitzt mittig eine gute Full-HD-Kamera, deren Objektiv über einen darüber liegenden Schieberegler verdeckt werden kann.

Das Geekom X14 Pro hat ein hochwertigeres 16:10-OLED-Display mit 14 Zoll großer Bildschirmdiagonale und einer sehr scharfen Auflösung von 2880 × 1800 Pixeln. Es deckt mit 100 Prozent DCI-P3 einen größeren Farbraum ab und bietet wesentlich kräftigere Kontraste. Entsprechend hoch ist die Qualität der Darstellung. Dazu bietet das OLED-Display ebenfalls 120 Hertz Wiederholfrequenz und kann mit 450 Nits sogar heller leuchten als das LCD des C16 Pro. Die Blickwinkelstabilität des OLED-Panels ist hervorragend, aber es hat eine spiegelnde Oberfläche.

Geekom X14 Pro X16 Pro Test (2 von 6)
Hier sieht man den Kamera-Schalter des X14 Pro. (Foto: kwe)

Der schmalere Rand des X14-Pro-Displays bietet keinen Platz für einen Schieberegler. Dafür kann die Kamera des Geräts über eine Umschalt-Taste an der rechten Seite deaktiviert werden.

Ausreichend Anschlussmöglichkeiten

Die Anschlussfähigkeit beider Geekom-Laptops unterscheidet sich ebenfalls. Auf der linken Seite findet man bei beiden Geräten zwei USB-C-Buchsen, die USB-4-Geschwindigkeit mit bis zu 40 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) erlauben, sowie einen HDMI-2.0-Ausgang. Rechts hat das X14 Pro eine Klinkenbuchse für Kopfhörer und einen USB-A-Anschluss, der auf bis zu 5 Gbit/s kommt (USB 3.2 Gen 1). Die größere Variante hat zwei USB-A-Buchsen und einen Kartenleser für Micro-SD-Karten.

Geekom X14 Pro X16 Pro Test (5 von 6)
Das kleinere Laptop wird mit Dockingstation ausgeliefert. (Foto: kwe)

Das kleinere Laptop ist trotzdem anschlussfreudiger. Denn bei ihm gehört zum Lieferumfang eine kleine Dockingstation aus Aluminium. Sie hat eine USB-C-Buchse, zwei USB-A-Anschlüsse, einen HDMI-Ausgang sowie eine Ethernet-Buchse. Funkkontakt nehmen die Geräte über WiFi 6E und Bluetooth 5.4 auf.

Beide Laptops werden über einen der USB-C-Anschlüsse mit Strom versorgt. Geekom liefert dafür ein erfreulich kleines und leichtes 65-Watt-Netzteil mit.

Nicht das neueste, aber starkes Innenleben

Das Innenleben der Geräte ist bis auf die Akku-Größe grundsätzlich identisch stark. Die zentrale Recheneinheit (CPU) ist wahlweise ein Intel Core Ultra 9 185H oder ein Intel Ultra Core 5 125 H. Beide wurden im Dezember 2023 vorgestellt. Damit sind sie zwar nicht Intels jüngste Hochleistungs-Chips, aber trotzdem top. Ähnlich arbeitet Geekom auch bei seinen Mini-PCs, um die Preise niedrig zu halten.

Außergewöhnlich stark ist die Speicherausstattung. Geekom hat 32 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (LPDDR5X-7500) eingebaut. Die SSD (NVMe) ist in Kombination mit dem Intel Core Ultra 5 125H 1 Terabyte (TB) groß, ansonsten sogar 2 TB.

Beide Chip-Varianten sind nicht nur für Office-Jobs, sondern auch anspruchsvollere Arbeiten wie Videoschnitt bestens geeignet. Welche Ausstattung man wählt, hängt davon ab, ob man manche Dinge etwas schneller erledigt haben möchte. Für Gaming sind beide Chip-Varianten mit ihrer integrierten Grafikeinheit (GPU) Intel Arc Graphics nur bedingt tauglich. Einfachere Spiele bewältigen sie problemlos, ältere AAA-Games laufen mit niedrigeren Einstellungen ebenfalls gut. An aktuellen Top-Titeln scheitert allerdings auch die stärkere Variante.

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Beide Laptops blasen unter Last viel Luft auf der Unterseite aus. (Foto: kwe)

Beide Chips haben neuronale Prozessoren (NPU) und sind stark genug, um als KI-Laptop zu gelten. Sie haben dafür auch eine Extra-Taste. Sie trägt das Zeichen von Microsoft Copilot, sie kann aber auch mit einem anderen KI-Assistenten belegt werden, wenn er installiert ist, beispielsweise ChatGPT.

Die beiden ntv.de geschickten Testgeräte haben jeweils die stärkere Ausstattung. In Benchmark-Tests haben sie sich erwartungsgemäß gut geschlagen, ohne Bestmarken aufzustellen. In PCMark 10 kam das Geekom X14 Pro beispielsweise auf 7961 Punkte, das X16 Pro erreichte 7982 Punkte.

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Bei Höchstleistung laut

Interessanter als die Werte ist, wie sich die Kühlung der Laptops unter Höchstlast verhält. Bei beiden Geräten drehen die Ventilatoren schon nach kurzer Zeit mächtig auf und blasen kräftig Luft durch die am Boden befindlichen Lüftungslöcher. Besonders laut wird es beim X16 Pro, aber auch mit dem kleineren Gerät möchte man so nicht längere Zeit arbeiten.

Im Gegensatz zu seinen Mini-PCs, die ähnlich lautstark pusten, hat Geekom für die Laptops aber eine einfache Lösung gefunden. Über die Tastenkombination Fn + P kann man die Leistung des Computers in drei Stufen regeln: leise, ausgeglichen und Performance. Die mittlere Einstellung reicht normalerweise aus, um alle Aufgaben flüssig zu erledigen, ohne dass der Lüfter laut wird. Für Office-Jobs tut es "leise", dann hört man tatsächlich auch nichts. Ruft man die Höchstleistung ab, ist der Lüfter dauerhaft aktiv.

Praktischer Manager, schnelle SSDs

Geekom hat mit den Laptops zudem einen PC-Manager eingeführt. Die meisten Funktionen darin sind zwar nur Schnellzugriffe, etwa auf die Virenprüfung oder die Systembereinigung. Aber man kann mit der Software auch bequem Treiber aktuell halten. Im Laufe von fast vier Wochen mit den Geräten hat sich so unter anderem das Lüfterverhalten verbessert. Möchte man den Manager nicht, kann man ihn problemlos deinstallieren.

Kein Aber gibt es bei der Leistung der verbauten SSDs. Das X16 Pro erreichte im Blackmagic Disk Speed Test Schreibraten von rund 5260 Megabyte pro Sekunde (MB/s), beim Lesen kam es auf etwa 5100 MB/s. Die Werte des X14 Pro sind mit rund 4450 und 4750 MB/s etwas schwächer, aber immer noch stark.

Als insgesamt gut, ohne überragend zu sein, erweist sich die Laufleistung der Laptops. "Bis zu 16 Stunden", wie von Geekom angegeben, erreichen sie in der Praxis nicht. Aber eine 7- bis 8-Stunden-Schicht halten die Geräte bei durchschnittlicher Belastung durch, unter optimalen Bedingungen auch mal zehn Stunden.

Fazit

Die Geekom-Laptops überzeugen vor allem durch ihre schlanke und leichte Bauweise, die sie zu idealen Arbeitsgeräten für unterwegs macht. Das X14 Pro hat ein hervorragendes OLED-Display, das entspiegelte große LCD des X16 Pro ist ebenfalls nicht schlecht. Die Leistung der Geräte ist auch mit einem nicht mehr taufrischen Top-Prozessor hoch, die Lüftung kann aber nerven. Die Speicherausstattung ist großzügig, die SSDs sind schnell, die Ausdauer in Ordnung.

Was die Geekom-Laptops außergewöhnlich macht, sind ihre vergleichsweise günstigen Preise. Das X14 Pro wird derzeit vom Hersteller ab knapp 1150 Euro angeboten, das X16 Pro ab 1250 Euro. Mit Rabattcode reduziert sich der Preis jeweils zusätzlich um fünf Prozent.

Quelle: ntv.de

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