Technik

Klare Testsieger Fritzboxen sind die besten WLAN-Router

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Die Fritzbox 7530 bietet als Zweitplatzierter für rund 120 Euro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

(Foto: AVM)

Stiftung Warentest untersucht acht oft genutzte WLAN-Router. Den Testsieg machen Fritzboxen untereinander aus, die Konkurrenten schwächeln vor allem bei den Sicherheitsfunktionen.

WLAN-Router sind heutzutage weit mehr als schlichte Internet-Verteiler. Unter anderem sind sie eine Telefonanlage und die Schaltzentrale im smarten Heimnetz. Gute Geräte bieten aber nicht nur viele Funktionen, sondern schützen auch zuverlässig vor Eindringlingen. Stiftung Warentest hat acht DSL-Router und ein Gerät mit Kabelmodem getestet. Die klaren Sieger stammen von AVM aus Berlin.

Die wichtigsten Kriterien im Test waren die Datenraten bei 2,4- und 5-Gigahertz-Verbindungen, die Sicherheitsfunktionen, die Handhabung und die Vielseitigkeit. Außerdem bewerteten die Prüfer die Telefon-Funktionen und den Stromverbrauch.

Fritzbox vor Fritzbox

Mit der Gesamtnote 1,5 wurde die Fritzbox 7590 Testsieger. Man bekommt sie für ungefähr 190 Euro. Die Prüfer bewerteten sie in allen Kriterien sehr gut, lediglich beim Stromverbrauch musste sie sich mit einem "Gut" abfinden. Weniger energiehungrig sind aber auch die meisten Konkurrenten nicht. Wenn die Fritzbox 7590 ansonsten eine Schwäche hat, dann die Übertragung im 2,4-Gigahertz-Band, wo andere WLAN-Router etwas schneller sind.

Auch auf dem zweiten Platz befindet sich mit der Fritzbox 7530 (120 Euro) ein AVM-Gerät. Mit der Gesamtnote 1,6 schnitt es kaum schwächer ab als der Testsieger. Die günstigere Fritzbox überträgt zwar Daten ein kleines bisschen langsamer, dafür hat sie aber den geringsten Stromverbrauch im Testfeld.

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Der TP-Link Archer VR2800v ist ein guter WLAN-Router mit einer kleinen Passwort-Schwäche.

(Foto: TP-Link.)

Der Drittplatzierte TP-Link Archer VR2800v (140 Euro) ist mit dem Qualitätsurteil 2,1 der einzige Verfolger der Fritzboxen, der insgesamt noch gut abschnitt. Dabei spielt weniger eine Rolle, dass er DSL-Anschlüsse mit Supervectoring nicht ganz ausreizen kann oder beim Telefonieren etwas dumpf klingt. Warentest bewertete seine Sicherheitsfunktionen nur befriedigen. Das vorangestellte WLAN-Passwort ist nur acht Zeichen lang und beim Geräte-Passwort akzeptieren die Einstellungen nur ein Zeichen. Wenn man sichere Kombinationen einstellt, spricht sonst aber nichts gegen den TP-Link-Router.

Alle anderen DSL-Router patzten bei der Sicherheit schlimmer und kamen in dieser Disziplin über ein "Ausreichend" nicht hinaus. Unter anderem ermöglichen sie keine automatischen Updates, was die Geräte verwundbar machen kann. Die schlechteste Sicherheit (4,4) bietet der Asus DSL-AC68VG, da Angreifer, die Zugang zum WLAN-Netz haben, die Kontrolle über den Router übernehmen könnten.

Kabel-Fritzbox stark, aber hungrig

Der einzige Kabel-Router im Test war die Fritzbox 6591 Cable. Sie erhielt "nur" die Gesamtnote 2,0, obwohl die Tester das Gerät mit guten bis sehr guten Datenübertragungen, sehr guten Filter- und Telefonie-Funktionen, einer sehr guten Handhabung und ihrer Vielseitigkeit fast rundum überzeugte. Für ihren relativ hohen Energieverbrauch wurde die Kabel-Fritzbox allerdings nur mit ausreichend (3,9) bewertet.

Quelle: ntv.de, kwe