Technik

Samsung feilt am Super-Phone Galaxy S9 muss ein Meisterstück werden

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Vier Varianten: So stellt sich PhoneArena den Rücken des Galaxy S9 vor.

(Foto: PhoneArena)

Samsungs Galaxy S9 wird eines der erstes Smartphone-Highlights des kommenden Jahres. Die Erwartungen an das Spitzenmodell sind groß, Samsung muss liefern. Wie wird es aussehen und was wird drinstecken?

Die Großen der Smartphone-Branche liefern sich einen stetigen Schlagabtausch und landen dabei in immer engeren Zeitabständen echte Kracher. Bei der schieren Anzahl hervorragender Smartphone-Modelle konnte einem 2017 schon schwindelig werden. Aber natürlich sind die Hersteller schon längst bei der Planung der kommenden Generationen. Ein frühes Highlight 2018 wird Samsungs Galaxy S9, so viel darf als sicher gelten. Die Produktion soll schon Dezember beginnen, jetzt gibt es die ersten Lebenszeichen des kommenden Super-Samsungs.

Samsung hat es nicht leicht. Seine Smartphones finden zwar weltweit großen Absatz, doch einen ähnlich treuen und loyalen Kundenstamm wie Apple haben die Koreaner nicht und neue iPhones ziehen nach wie vor ungleich mehr Aufmerksamkeit auf sich als ein neues Galaxy. Zusätzlich sitzen dem Technik-Giganten Hersteller wie Huawei im Nacken, der mit dem Mate 10 Pro zuletzt bewiesen hat, dass er inzwischen locker auf Augenhöhe mit den Koreanern ist. Fehler darf sich Samsung also nicht erlauben. Mit dem Galaxy S8, dem S8 Plus und dem Note 8 hat der Hersteller 2017 drei absolute Spitzengeräte veröffentlicht. Das S9 muss noch besser werden.

Erste Benchmark-Ergebnisse

Erste Ergebnisse aus dem Benchmark-Test Geekbench veröffentlicht jetzt "Slashleaks". Sie deuten darauf hin, dass Samsung das auch gelingt. Wenig überraschend erzielt das angebliche S9 mit der Modellbezeichnung SM-G960F und dem von Samsung bereits angekündigten Super-Chip Exynos 9810 Spitzenwerte und bringt auf 2680 Punkte im Single-Core-Test und 7787 Punkte im Multi-Core.

Beim Design dürfte Samsung weitgehend an der Formensprache seiner 2017-Modelle festhalten. Die Displaygrößen beider Modelle sollen unverändert bei 5,8 und 6,2 Zoll liegen, ein gebogenes und fast randloses 18:9-Display ist zu erwarten. Falls der Fingerabdruck-Sensor nicht gestrichen wird, könnte er unter die Kamera wandern. Angeblich plant Samsung noch ein drittes Modell mit weniger als 5 Zoll Bildschirmdiagonale, dieses Gerücht muss aber mit Vorsicht genossen werden - auch bei den Vorgängermodellen war vorab von einer Mini-Variante die Rede, die dann doch nicht kam.  

Groß sind die sonstigen technischen Herausforderungen. In welche Richtung es beim S9 gehen könnte, zeigt ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen im Markt: Apple und Huawei haben ihren Smartphones eine Form von Künstlicher Intelligenz (KI) eingepflanzt. Wird Samsung diesem Weg beim S9 folgen und auf KI und Maschinelles Lernen setzen? Gut möglich.

Iris-Scanner und Dual-Kamera

Bei Apple dient die Software vor allem der Gesichtserkennung in Verbindung mit der Face ID, die den Fingerabdruck-Sensor ersetzt. Der war bei Samsungs 2017-Trio etwas unglücklich neben der Kamera auf der Rückseite platziert. Spannend ist, ob die Koreaner Apples Vorbild folgen und den Sensor beim S9 ganz streichen. Möglich wäre es, einen funktionierenden Iris-Scanner haben sie schließlich bereits mit dem Galaxy Note 7 eingeführt.  

Dual-Kameras sind bei beiden Herstellern schon Standard, Samsung hat beim Note 8 das erste Mal eine Doppel-Knipse eingesetzt. Gut möglich, dass auch das S9 eine solche Zweier-Kombi bekommt. Doch ob Doppel oder Einzel, technisch ist bei der flachen Bauweise heutiger Smartphones kaum noch Luft nach oben. Es kommt darauf an, wie die Software die Bildinformationen verarbeitet. Hier war Samsung immer vorne mit dabei, zuletzt setzte sich aber Apples iPhone X beim DxOMark-Test beim Fotografieren an die Spitze, in der Gesamtwertung nur übertroffen von Googles Pixel 2 und dicht gefolgt vom Huawei Mate 10 Pro.

Beim Thema Sprachassistenten konnte Samsung mit seinem eigenen Dienst Bixby bislang nicht überzeugen - das S8 hatte eine eigene Bixby-Taste, doch wirklich nutzbar war der Dienst bisher nicht. Das muss sich beim S9 dringend ändern. Googles Assistant wird als Teil von Android auch mit an Bord sein, Ob Samsung auch Amazons Alexa integrieren wird, ist offen. Den Nutzern dürfte eine solche Vielfalt entgegenkommen, in Samsungs Interesse ist das aber nicht unbedingt.

Als Terminrahmen für die Vorstellung des S9 wird der Mobile World Congress in Barcelona gehandelt, der am 26. Februar 2018 beginnt. Denkbar ist, dass Samsung das S9 unmittelbar vorher präsentiert, zum Beispiel am Sonntag, den 25. Februar. 

Quelle: n-tv.de, jwa

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