Technik

Microsoft flickt zu langsam Google petzt Sicherheitslücke in Edge

Edge Browser Luecke.jpg

Microsoft schließt die Sicherheitslücke im Edge-Browser voraussichtlich erst am 13. März.

(Foto: kwe)

Im Edge-Browser klafft eine Sicherheitslücke. Weil Microsoft zu lange braucht, um sie zu schließen, macht Google die Schwachstelle bekannt, obwohl es noch keine Lösung für das Problem gibt - und das bleibt auch noch eine Weile so.

Wenn Googles Project-Zero-Team Sicherheitslücken in Software findet, informiert es den Entwickler und gibt ihm 90 Tage Zeit, um die Schwachstelle zu beseitigen. Lässt dieser die Frist verstreichen, ohne eine Lösung anzubieten, wird das Problem veröffentlicht. Google will so Druck aufbauen, damit Sicherheitslücken schneller geschlossen werden. Meistens klappt das auch, manchmal aber nicht. So hat Google jetzt eine Sicherheitslücke im Edge-Browser publik gemacht, obwohl es noch keinen Patch dafür gibt. Zwar hat Project Zero die Frist noch um 15 Tage verlängert, aber Microsoft hat die Frist verstreichen lassen. Die Leidtragenden sind in so einem Fall die Nutzer, die eine Software verwenden, bei der Hacker wissen, wie sie angegriffen werden kann.

Glück im Unglück ist in diesem Fall, dass die Schwachstelle offenbar nicht allzu gravierend ist. Die Lücke ermöglicht Hackern zwar theoretisch, am Exploit-Schutz vorbei schadhaften Code einzuschleusen. Doch Google stuft das Problem nur als mittelschwer ein.

Warten und ausweichen

Microsoft wird wohl auch noch eine ganze Weile brauchen, um die Lücke zu schließen. In einer Stellungnahme, die Project Zero der Beschreibung der Schwachstelle anfügte, schreibt das Unternehmen, das Problem sei wesentlich komplexer als ursprünglich angenommen. Deshalb seien auch 105 Tage nicht ausreichend gewesen, um eine Lösung zu entwickeln. Microsoft peilt jetzt an, die Schwachstelle am regulären Patchday am 13. März zu beseitigen.

Nutzer, die bis dahin auf Nummer sicher gehen möchten, können so lange auf einen anderen Browser ausweichen, beispielsweise Googles Chrome oder Mozillas Firefox. Um die Favoriten aus Edge zu exportieren, kann man die kostenlose Software EdgeManage nutzen. Eine nähere Beschreibung der Funktionen des Tools findet man bei "Dr. Windows".

Quelle: n-tv.de, kwe

Mehr zum Thema