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Chancenlos gegen Apple Watch Kein Fitnessarmband ist gut

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Nicht zu früh freuen, die Messwerte stimmen vielleicht nicht.

(Foto: imago images / Panthermedia)

Stiftung Warentest stellt fest, dass die meisten Fitnessarmbänder ungenau messen. Keines der Geräte schneidet im Test besser als befriedigend ab, egal ob teuer oder günstig. Wer einen guten Tracker haben möchte, sollte eine Smartwatch am Handgelenk tragen.

Fast alle Jogger tragen heutzutage einen Fitnesstracker. Im Idealfall liefern die smarten Armbänder wertvolle Daten, um das Training zu optimieren. Doch bei den meisten Geräten kann man sich nicht auf die Werte verlassen. Stiftung Warentest hat 21 Fitnesstracker überprüft, von denen nur Smartwatches genau genug messen. Von den acht getesteten Fitnessarmbändern schneidet keines gut ab, ein besonders günstiges Gerät liefert zumindest in zwei von drei Kategorien zuverlässige Werte.

Schwacher Puls

Im Test untersuchten die Prüfer für die Kategorie "Fitness", wie genau die Tracker beim Gehen, Joggen, Radfahren und Schwimmen Puls, Kalorienverbrauch und Streckenlänge ermitteln. Nur das Honor Band 5 lieferte eine befriedigende Leistung ab, weil es immerhin den Puls beim Radfahren, den Kalorienverbrauch beim Joggen und Gehen sowie die Strecke beim Schwimmen richtig maß. Die anderen sieben Fitnessarmbänder kamen in dieser Kategorie nicht über eine ausreichende Bewertung hinaus, das Xiaomi Mi Smart Band 4 (30 Euro) kassierte sogar ein Mangelhaft.

Das 38 Euro günstige Honor Band 5 erhielt mit der Gesamtnote 3,3 auch die beste Bewertung bei den Fitnessarmbändern. Das Gerät überzeugte mit der besten Handhabung (2,4) und ist wie alle getesteten Armbänder sehr stabil (1,1). Allerdings fanden die Prüfer die Kommunikation und weitere Funktionen nur ausreichend und für Mängel beim Datenschutz wurde das Honor Band 5 abgewertet.

Obwohl sie in der Kategorie Fitness nur ausreichend abschnitten, erreichten auch das Fitbit Charge 3 (120 Euro) und das Samsung Galaxy Fit (86 Euro) die Gesamtnote 3,3. Das Fitbit-Armband verdankt dies vor allem seiner befriedigenden Leistung bei Kommunikation und weiteren Funktionen, das Gerät wurde aber auch wegen Mängeln beim Datenschutz abgewertet. Das Samsung Galaxy Fit leistete sich weniger Patzer in dieser Kategorie.

Apple Watch klarer Gesamtsieger

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Gute Fitnesstracker fand Stiftung Warentest nur unter den Smartwatches, wobei sich die rund 500 Euro teure Apple Watch (Aluminium/44 mm) mit dem Qualitätsurteil 1,8 klar den Gesamtsieg sicherte. Mit vielen guten und sehr guten Messwerten überzeugte sie in der Kategorie Fitness (1,8) und schnitt auch in fast allen anderen Teilbewertungen mindestens gut ab. Die Prüfer bemängelten lediglich die dürftige Datenschutzerklärung, womit sich Apple eine noch bessere Gesamtnote vermasselte.

Der zweitbeste Fitnesstracker ist mit dem Qualitätsurteil 2,2 die Garmin Forerunner 245 Music (330 Euro), die im vergangenen Jahr getestet wurde. Sie ist neben der Apple Watch das einzige Gerät, das gute Messwerte liefert (2,5). Allerdings kann die Smartwatch bei Kommunikation und weiteren Funktionen nicht mit dem Testsieger mithalten. Die neu getestete Garmin Vivoactive 4 (305 Euro) erreichte ebenfalls noch ein gutes Gesamtergebnis (2,5), kam aber in der Kategorie Fitness nicht über eine befriedigende Bewertung (2,9) hinaus.

Quelle: ntv.de, kwe