"Leistungsstarkes Fundament"Meta will ChatGPT mit neuem KI-System angreifen

Der Facebook-Mutterkonzern Meta investiert Milliarden in die Entwicklung von KI-Technik, die dem Menschen künftig geistig voraus sein soll. Ein neues KI-Modell wird bald bei Whatsapp und Instagram zum Einsatz kommen.
Meta Platforms hat sein neues Modell für Künstliche Intelligenz (KI) namens "Muse Spark" vorgestellt. Es ist das erste Produkt des im vergangenen Jahr neu aufgestellten Teams, mit dem der Facebook-Konzern im weltweiten KI-Wettlauf zu Rivalen wie ChatGPT aufschließen will. "Muse Spark" soll zunächst nur über die bislang wenig genutzte Meta-AI-App und die dazugehörige Website zugänglich sein, erklärte Meta in einem Blogbeitrag. In den kommenden Wochen werde es dann die bisherigen Llama-KI-Modelle ersetzen, welche die Chatbots auf Whatsapp, Instagram, Facebook sowie in den Datenbrillen des Unternehmens antreiben.
Das neue KI-Modell sei nach Aussage von Meta bewusst klein und schnell konzipiert, könne jedoch komplexe Fragen aus den Bereichen Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit beantworten. "Es ist ein leistungsstarkes Fundament - und die nächste Generation befindet sich bereits in der Entwicklung", betonte der Facebook-Mutterkonzern.
Die Meta-Aktie legte nach der Ankündigung zunächst leicht zu. US-Technologiekonzerne stehen zunehmend unter Druck: Es gilt zu beweisen, dass sich ihre massiven Investitionen in die KI auszahlen. Für Meta steht dabei besonders viel auf dem Spiel: Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den Chef von Scale AI, Alex Wang, im Rahmen eines 14,3 Milliarden Dollar schweren Deals verpflichtet.
Meta lockte zudem Ingenieure mit Gehaltspaketen in dreistelliger Millionenhöhe an, um ein neues Team für sogenannte Superintelligenz aufzubauen. Dieses arbeitet an der Entwicklung von Maschinen, die dem menschlichen Denken überlegen sein sollen.