Technik

Ein bisschen mehr geht immer OnePlus 7T Pro lässt die Muskeln spielen

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Das OnePlus 7T Pro ist ein Muskelpaket mit Triple-Kamera und 90-Hertz-Display.

(Foto: kwe)

Ein paar Wochen nach dem 7T stellt OnePlus jetzt auch die Pro-Version des Smartphones vor. Es zeigt ein fast vollkommenes Display und ist noch ein bisschen besser ausgestattet. Lohnt sich da der Aufpreis von 160 Euro auf die einfachere Variante?

Ob es eine schlaue Strategie ist, nicht nur alle sechs Monate ein neues Top-Smartphone vorzustellen, sondern auch noch der Standard-Variante wenige Wochen später ein Pro-Modell folgen zu lassen, ist zumindest fraglich. Egal, OnePlus hat zwei Wochen nach dem 600 Euro günstigen 7T jetzt auch das Pro vorgestellt, das 760 Euro kosten soll.

Gar nicht so verschiedene Brüder

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Bei beiden Modellen versteckt sich ein schneller optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display.

(Foto: kwe)

Grundsätzlich sind sich die beiden Geräte ziemlich ähnlich, eigentlich gibt es nur zwei größere Unterschiede. So hat das OnePlus 7T Pro wie sein Vorgänger keine Frontkamera-Notch, sondern eine Selfie-Kamera, die bei Bedarf aus dem Rahmen nach oben fährt. Deshalb füllt das 6,67 Zoll große Display bis auf einen sehr schmalen Rand nahezu die gesamte Vorderseite aus. Außerdem ist das Pro-Display an den Seiten leicht nach unten gewölbt und nicht flach wie beim 7T.

Wie beim Standard-Modell ist das Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz ein Augenschmaus. Mit der Auflösung QHD+ ist es zwar noch schärfer (516 ppi) als der 7T-Bildschirm. Im Automatik-Modus löst das OLED-Display aber grundsätzlich ebenfalls nur mit Full-HD+ auf und wechselt lediglich bei Bedarf zu QHD+. Nutzer können die Auflösung auch selbst festlegen.

Größer ist nicht immer besser

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Die Kameras sehen unterschiedlicher aus, als sie tatsächlich sind.

(Foto: kwe)

Den zweiten größeren Unterschied sieht man auf der gläsernen Rückseite. Beim Pro sind die Objektive nicht nur untereinander statt nebeneinander angeordnet. Das Top-Modell hat auch eine Tele-Kamera, die nicht nur eine zweifache, sondern eine dreifache optische Vergrößerung bietet. Allerdings löst sie nur mit 8 Pixeln auf und hat die Blende f/2.4.

Beim einfachen 7T bietet die Tele-Kamera 12 Megapixel und die lichtstärkere Blende f/2.2. Außerdem gibt OnePlus die optische Vergrößerung beim Pro-Tele in seinem Datenblatt lediglich mit 2,87 an. Die starke 48-Megapixel-Hauptkamera und die Ultraweitwinkel-Knipse sind bei beiden Modellen gleich.

Reine Geschmackssache

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Die Tele-Kamera des 7T vergrößert nicht so stark, liefert aber schärfere Aufnahmen ...

(Foto: kwe)

Ob das Pro den Aufpreis von 160 Euro wert ist, ist vor allem Geschmackssache. Mag man lieber ein flaches Display, das bis zum Rand eine gleichmäßige Darstellung bietet oder findet man gebogene Bildschirme toll, bei denen Inhalte an den Seiten verzerrt werden? Die Frage war unfair, richtig. Aber, wie gesagt, das ist Geschmackssache.

Die höhere Auflösung könnte für das Pro sprechen. Allerdings nützt sie eigentlich nur bei VR-Anwendungen etwas und schluckt ansonsten lediglich mehr Strom. Okay, dafür hat der Pro-Akku mit 4080 Milliamperestunden (mAh) eine höhere Kapazität als das günstigere 7T, das nur müde 3800 mAh bietet. Vielleicht stört einen auch die kleine Notch oder man ist von der Pop-up-Kamera des Pro-Modells fasziniert. Wenn 128 GB Flash-Speicher nicht ausreichen sollten, sind die 256 GB des 7T Pro ein Kaufargument.

Bleibt noch die Tele-Kamera. Und die macht tatsächlich einen sichtbaren Unterschied. Die Vergrößerung ist beim Pro deutlich höher als beim Normalo-Bruder. Doch die geringere Auflösung sieht man den Bildern an - vor allem bei schwächerem Licht, wenn sich die kleinere Blende bemerkbar macht.

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... als das 7T Pro mit dreifacher Vergrößerung.

(Foto: kwe)

Alles in allem sollte man wohl eher zum Standard-7T greifen, weil es das flache Display bevorzugt und das Smartphone etwas kleiner und leichter ist. Außerdem sind wahrscheinlich bessere Bilder mit zweifacher Vergrößerung schwächeren mit Dreifach-Zoom vorzuziehen. Auf jeden Fall rechtfertigen die Unterschiede nicht wirklich, für das Pro-Modell 160 Euro mehr auszugeben. Interessanter ist da das erst sechs Monate alte OnePlus 7 Pro, das man für rund 600 Euro bekommen kann.

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Quelle: n-tv.de

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