Technik

Galaxy Z Flip 4 und Z Fold 4 Samsungs neue Klapp- und Falt-Geräte greifen an

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Das Samsung Galaxy Z Fold 4 und das Galaxy Z Flip 4.

(Foto: kwe)

Samsung stellt das Galaxy Z Flip 4 und das Galaxy Z Fold 4 vor. Sie sehen ihren Vorgängern sehr ähnlich, sind aber in einigen Bereichen besser ausgestattet. Unter anderem sind die Kameras leistungsfähiger und die teuren Geräte sind robuster geworden.

Smartphones mit flexiblen Displays sind immer noch kein Massenprodukt, aber ihre Nische wird langsam größer. Samsung möchte von seinen Foldables in diesem Jahr eine halbe Million Stück verkaufen. Im Vergleich zu den Absatzzahlen der Galaxy-S-Smartphones mit bis zu 40 Millionen verkauften Geräten pro Jahr ist das zwar auch noch nicht viel, aber die Südkoreaner sind vom langfristigen Erfolg ihrer Klapp- und Falt-Smartphones überzeugt.

Zu Samsungs Konzept gehört, die Foldables nicht jedes Jahr neu zu erfinden, sondern konsequent weiterzuentwickeln. So muss man bei den heute vorgestellten Galaxy Z Fold 4 und Z Flip 4 zweimal hinsehen, um Unterschiede zu ihren Vorgängern zu sehen, tatsächlich sind sie aber in wichtigen Bereichen besser ausgestattet.

Robustere Displays

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Das Galaxy Z Flip 4 braucht kein Stativ.

(Foto: kwe)

Die Maße des Galaxy Z Flip 4 sind fast unverändert, auch Innen- und Außendisplay sind mit 6,7 und 1,9 Zoll gleich groß geblieben. Allerdings wird der kleine Bildschirm jetzt vom robusteren Gorilla Glass Victus+ geschützt, und das flexible Panel soll durch eine neue Schichtstruktur 45 Prozent widerstandsfähiger sein.

Da das Gerät auch nach IPX8 wasserfest ist, hält es für ein Klapp-Smartphone einiges aus. Das X in der Zertifizierung zeigt allerdings an, dass es nicht gegen Staub oder Sand geschützt ist.

Galaxy Z Flip 4 ist ausdauernder

Ein schlankeres Scharnier ermöglicht unter anderem, dass der Akku anwachsen konnte und jetzt immerhin 3700 statt 3300 Milliamperestunden (mAh) fasst. Die Batterie kann jetzt auch mit einem entsprechenden Netzteil schnell geladen werden, in 30 Minuten ist sie so bis zu 50 Prozent gefüllt.

Neben der kurzen Laufzeit wurde am Vorgängermodell auch die Kameraausstattung kritisiert. Die Auflösung von Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera beträgt zwar erneut nur 12 Megapixel (MP) und auch die Blendengrößen sind mit f/1.8 und f/2.2 unverändert geblieben. Das Gleiche gilt für die Frontkamera mit 10 MP und Blende f/2.4. Trotzdem soll das Galaxy Z Flip 4 bessere Videos und Fotos aufnehmen können. Das könnte vor allem am leistungsstärkeren Prozessor, Qualcomms Snapdragon 8+ (Gen.1) liegen, der wie bisher auf 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zugreifen kann.

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Teuer, aber viele Updates

Das ist zu hoffen, denn mit der Klapp-Funktion hat das Gerät ein paar besondere Kamera-Talente. Unter anderem geht es teilweise aufgeklappt in den sogenannten FlexCam-Modus. Darin ist es möglich, Videos oder Gruppen-Selfies freihändig aus verschiedenen Blickwinkeln aufzunehmen.

Die Preise sind hoch geblieben. Mit 128 GB Speicher kostet das Galaxy Z Flip 4 rund 1100 Euro, mit 256 GB 1160, mit 512 GB 1280 Euro. Allerdings hat man lange Vergnügen an Samsungs Foldables, die bereits bewiesen haben, dass sie mindestens 200.000 Klapp-Bewegungen aushalten. Und der Hersteller gewährt vier große Aktualisierungen des Betriebssystems und fünf Jahre lang Sicherheitsupdates. Auf den Markt kommt das Klapp-Smartphone mit dem aktuellen Android 12.

Das Galaxy Z Flip 4 kann ab sofort vorbestellt werden und ist ab dem 26. August erhältlich.

Galaxy Fold 4 mit 50MP-Kamera

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Die Hauptkamera des Galaxy Fold Flip 5 hat Flaggschiff-Niveau.

(Foto: kwe)

Ein deutliches Kamera-Upgrade hat das Galaxy Z Fold 4 erhalten. Denn die Hauptkamera (f/1.8) mit optischer Bildstabilisierung (OIS) löst jetzt mit 50 statt 12 MP auf. Außerdem ist ihr Sensor um 23 Prozent lichtstärker als beim Vorgänger. Zusätzlich sind eine Ultraweitwinkel-Kamera (OIS) mit 12 MP und Blende f/2.2 sowie eine Tele-Knipse mit 10 MP und Blende f/2.4 an Bord.

Das Innen-Display misst nach wie vor 7,6 Zoll und bietet wie der Bildschirm des Flip 4 eine adaptive Bildwiederholfrequenz von 1 bis 120 Hertz (Hz). Die unter dem Display versteckte 4MP-Selfie-Kamera ist durch eine dichtere Pixel-Abdeckung jetzt etwas weniger deutlich als bisher zu sehen. Auch das Frontdisplay ist mit 6,2 Zoll gleich groß geblieben, und wie beim Fold 4 sind jetzt beide Bildschirme widerstandsfähiger.

Leistungsfähig mit Snapdragon 8+

In Samsungs neuem Falt-Smartphone werkelt jetzt ebenfalls ein Qualcomm Snapdragon 8+, der Arbeitsspeicher ist 12 GB groß. Der effizientere Prozessor könnte die Laufleistung etwas erhöhen, die Akku-Kapazität ist mit 4400 mAh allerdings unverändert geblieben.

Das Galaxy Z Fold 4 kommt mit Android 12L, einer speziell für große Displays angepasste Betriebssystem-Version. Eine neue Taskleiste bietet einen schnellen Zugriff auf bevorzugte oder zuletzt geöffnete Apps. Dazu kommen die bekannten Multitasking-Vorteile wie ein geteilter Bildschirm, Pop-up-Fenster oder Drag-and-drop.

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Das Samsung Galaxy Z Fold 4 kostet mit 256 GB Speicher knapp 1800 Euro, für die Variante mit 512 GB muss man 1920 Euro hinblättern. Wer ein Terabyte (TB) haben möchte, muss 2160 Euro zahlen.

Auch das Galaxy Z Fold kann ab sofort vorbestellt werden und ist ab dem 26. August erhältlich.

Quelle: ntv.de

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