Technik

Für jeden Zweck der Richtige Warentest listet die besten Laptops auf

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Ein kleineres, leichtes Notebook ist ideal, wenn man viel damit unterwegs ist.

(Foto: imago/Panthermedia)

Nicht jeder braucht das stärkste Ultrabook, manche benötigen ein kleines, leichtes Notebook, für andere ist ein großes Display am wichtigsten, Gamer haben ganz andere Ansprüche. Stiftung Warentest stellt die besten mobilen Computer für sechs verschiedene Zielgruppen vor.

Wer sich ein neues Notebook anschaffen möchte, stellt schnell fest, dass es ein verwirrend großes Angebot gibt. Viele Geräte sehen ähnlich aus, anhand der Bezeichnungen oder einer Aufzählung der Spezifikationen kann kaum jemand sagen, was die Unterschiede sind oder welcher Laptop besser als der andere ist. Die neue Übersicht von Stiftung Warentest ist da ein guter Kaufberater. Sie listet die besten mobilen Computer, die sie seit 2019 getestet hat, in sechs verschiedenen Kategorien auf. Für jeden Anspruch sollte etwas Passendes dabei sein.

Große Geräte für zu Hause

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Apple MacBook Pro mit 16-Zoll-Display ist enorm leistungsstark.

(Foto: Apple)

Wenn der Laptop hauptsächlich zu Hause zum Einsatz kommt und nur selten auf Reisen geht, sind Geräte mit ungefähr 16 Zoll großem Display und umfangreicher Ausstattung gefragt.

Die beste Bewertung erhielten mit der Gesamtnote 1,8 das Apple MacBook Pro (MVVJ2D/A) für rund 2480 Euro und das Dell XPS 15 9500 NCFMG für etwa 2250 Euro. Beide Geräte glänzen mit tollen Displays, großer Ausdauer, sehr guter Funktionalität und Vielseitigkeit.

Kaum schwächer hat das Lenovo IdeaPad 5 15ALC05 mit dem Qualitätsurteil 1,9 abgeschnitten. Mit einem mittleren Online-Preis von 850 Euro ist es aber wesentlich günstiger. Das Notebook wurde in jeder Kategorie mindestens für gut befunden, bei der Ausdauer lässt es die Testsieger mit der Note 0,9 sogar hinter sich.

Ultrabooks für unterwegs

Wer für die Arbeit oder das Hobby viel unterwegs ist, aber trotzdem ein leistungsstarkes Notebook benötigt, sollte zu einem Ultrabook greifen. Diese Geräteklasse ist kompakt, leicht und ausdauernd, hat aber kleinere Displays und weniger Anschlüsse.

Auch in dieser Kategorie ist Apple Testsieger, für das MacBook Pro (MYD82D/A) gab es die Gesamtnote 1,7. Der 13-Zöller kostet rund 1330 Euro. Display (1,5) und Akku-Leistung (0,9) sind sehr gut, Funktionalität (1,6) und Vielseitigkeit (2,4) gut. Lediglich die Handhabung findet Stiftung Warentest nur befriedigend (2,6).

Mit auf dem Siegerpodest steht das Samsung Galaxy Book Ion (NP930XCJ-K01DE), das dasselbe Qualitätsurteil erhielt. Mit einem mittleren Online-Preis von 1300 Euro kostet es auch fast genauso viel wie das MacBook. Das Gerät mit 13,3-Zoll-Bildschirm bietet eine bessere Handhabung (2,0), ist dafür etwas schwächer (2,0) bei der Funktionalität. Bei Display und Akku liegen die Testsieger gleichauf.

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Wer weniger Geld ausgeben möchte, findet im Lenovo Yoga Slim 7 14ARE05 (82A2005SGE) eine gute Alternative. Das Gerät erhielt die Gesamtnote 1,9 und kostet rund 900 Euro. Sein 14 Zoll großes Display ist nicht ganz so gut (1,7) wie das der Testsieger, ansonsten kann es in jeder Hinsicht mit ihnen mithalten.

Convertibles für Flexible

Wenn man die Funktionen eines Ultrabooks und eines großen Tablets in einem Gerät haben möchte, sind Convertibles die erste Wahl. Sie haben einen Touchscreen, den man bei Bedarf komplett umklappen kann und lassen sich auch mit einem Stift bedienen.

In dieser Kategorie gibt's bei Stiftung Warentest drei Testsieger mit dem Qualitätsurteil 1,8: das Acer Spin 5 SP513-54N-70JH (1250 Euro), das Lenovo ThinkPad X13 Yoga (20SX002UGE) (1420 Euro) und das Samsung Galaxy Book Flex (NP930QCG-K01DE) (1380 Euro).

Alle drei Geräte haben fast identische Einzelnoten. Funktionalität, Display, Handhabung und Vielseitigkeit bewerteten die Prüfer gut, die Ausdauer fanden sie durchweg sehr gut.

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Ist die Laufleistung nicht entscheidend, ist das HP Pavilion x360 14-dw0400ng für 965 Euro eine gute Wahl (2,2). Seine Ausdauer ist zwar nur befriedigend, aber in allen anderen Einzeldisziplinen schnitt das 14-Zoll-Gerät gut ab.

Tablets mit Tastatur für Arbeit und Spaß

Das Angebot von Tablets, die mit einer zusätzlichen Tastatur zum Notebook oder gar Ultrabook werden, ist klein. In die Labore von Stiftung Warentest haben es nur die Geräte eines Herstellers geschafft, die aber das gesamte Leistungsspektrum abdecken.

Testsieger ist das Microsoft Surface Book 3 mit Intel-Core-i5-Chip, 256 Gigabyte (GB) SSD-Speicher und 8 GB Arbeitsspeicher. Das rund 1670 Euro teure Gerät ist im Prinzip ein Ultrabook mit 13,5-Zoll-Display, dessen vollwertiges Keyboard bei Bedarf abgenommen werden kann. Entsprechend wiegt beides zusammen auch 1,5 Kilo. Bis auf die Ausdauer (2,7) fanden die Tester an dieser Kombination alles gut.

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Das zweitplatzierte Microsoft Surface Go 2 mit Pentium-Chip 4425Y, 128-GB-SSD und 8 GB Arbeitsspeicher ist dagegen ein 540 Gramm leichtes 10,5-Zoll-Tablet, an das magnetisch ein Tastatur-Cover andocken kann. Es bietet nur eine geringe Leistung und ist eher für den Freizeit-Einsatz mit gelegentlichen Schreibarbeiten geeignet. Entsprechend ist die Funktionalität nicht so groß (2,8), alles andere macht das Surface Go für 550 Euro aber gut. Gesamtnote: 2,3.

Das Microsoft Surface Pro X (256 GB, 16 GB) hat zwar auch nur ein Tastatur-Cover, ist mit dem ARM-Prozessor SQ2 aber so stark ausgestattet, dass es durchaus als Office-Rechner herhalten kann. Auch sein Display ist mit 13 Zoll vergleichsweise groß. Besonders vielseitig ist es deswegen aber nicht, wofür das Gerät eine 4 kassierte. Die Funktionalität ist befriedigend, alles andere wurde gut bewertet. Mit einem mittleren Online-Preis von 1600 Euro ist die Kombi sehr teuer.

Arbeitstiere für Profis

Für die Bild- oder Videobearbeitung sind eine hohe Leistung und ein möglichst großes, sehr gutes Display unverzichtbar. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Sonderkategorie der Geräte für zu Hause, nur dass man hier keine Schnäppchen erwarten darf. So ist es kaum verwunderlich, dass die beiden Testsieger der Heimarbeiter-Notebooks auch hier vorne liegen: Apples MacBook Pro (MVVJ2D/A) und das Dell XPS 15 9500 NCFMG.

Auf dem dritten Platz in der Warentest-Liste stehen gemeinsam das Lenovo ThinkPad X1 Extreme Gen3 (20TK000DGE) für durchschnittlich 2760 Euro und das etwa 2480 Euro teure Asus ZenBook Pro Duo UX581LV-H2045T mit dem Gesamturteil 2,0. Das Lenovo-Gerät hat eine etwas längere Laufzeit, das ZenBook hat bei der Funktionalität die Nase vorne.

Notebooks für Gamer

An Gaming-Notebooks werden spezielle Ansprüche gestellt. So vergibt Warentest in dieser Notebook-Klasse die Einzelnote "Gaming". Hier werden die Flüssigkeit der Darstellung, die Detailtiefe und die Höhe der Bildwiederholfrequenz in verschiedenen Situationen beurteilt.

Testsieger ist eigentlich das rund 1530 Euro teure Asus Rog Strix G513QM-HN254T mit dem Qualitätsurteil 2,0. Seine Gaming-Qualitäten sind gut (2,0), sein Display ebenfalls (1,9).

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Die Akku-Leistung des Asus-Notebooks ist sehr gut (0,9). Weil das bei einem vorwiegend stationär eingesetztem Gaming-Gerät aber eher zweitrangig ist, ist das gleich teure zweitplatzierte Gigabyte AORUs 15P KC-8DE2130SH mit der Gesamtnote 2,2 für viele Zocker die bessere Wahl. Denn es hat für Display (1,6) und Gaming (1,8) bessere Noten erhalten.

Der geheime Testsieger ist trotz eines schlechteren Qualitätsurteils 2,3 das Lenovo Legion 5 Pro 16ACH6H (82JQ001HGE) für etwa 1570 Euro. Denn es hat zwar für eine miese Akku-Laufzeit eine 4 und damit eine Abwertung erhalten, bietet aber das beste Display (1,3) und eine starke Gaming-Leistung (1,8).

Quelle: ntv.de, kwe

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