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Konflikt mit Antivirus-Programm Windows-10-Updates lähmen Computer

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Einige Antivirus-Wächter beißen sich mit den aktuellen Patchday-Updates für Windows 10.

(Foto: dpa/kwe)

Die aktuellen Patchday-Updates für Windows 10 führen bei vielen Computern dazu, dass die Systeme verlangsamt werden, einfrieren oder abstürzen. Offenbar gibt es einen Konflikt mit verschiedenen Antivirus-Programmen. Was kann man tun?

Windows-10-Nutzer müssen mal wieder damit rechnen, dass reguläre Updates auf ihren Rechnern zu großen Problemen führen. Mehrere Quellen berichten von Abstürzen, eingefrorenen oder stark verlangsamten Systemen nachdem die Patchday-Aktualisierungen vom 9. April installiert wurden. Auslöser sind offenbar Konflikte mit Antivirus-Programmen.

Drei Hersteller bestätigen Probleme

Laut "Winfuture" haben bisher Avira, Avast und Sophos bestätigt, dass mehrere Updates Konflikte verursachen können. Dabei handelt es sich um folgende Patches, die unter anderem den Schutz gegen Angriffe über die Spectre-Schwachstelle aktualisieren sollen:

  • KB4493441 für Windows 10 1709
  • KB4493464 für Windows 10 1803
  • KB4493509 für Windows 10 1809
  • KB4495666 für Windows 10 1903

Microsoft blockiert zwar inzwischen die Updates, falls auf einem System eine Antivirus-Software von Sophos gefunden wird. Zu Kompatibilitäts-Problemen mit Avast- oder Avira-Produkten habe sich Microsoft bisher aber nicht geäußert, schreibt "Winfuture". Falls die Aktualisierung noch nicht durchgeführt wurde, sollte man daher Updates blockieren, bis die Probleme gelöst wurden. Dazu geht man in den Systemeinstellungen (Windows- plus I-Taste) zu Update und Sicherheit und klickt dort auf Updatepause für 7 Tage.

Updates deinstallieren

Wurde der Patch bereits installiert, sollte man einen Neustart vermeiden, da offenbar erst dann die Probleme auftreten. Danach gilt es die Updates zu deinstallieren. Dazu geht man unter Update und Sicherheit zu Updateverlauf anzeigen und klickt auf Updates deinstallieren. Danach kann man die Patches auswählen und klickt über der Liste der Aktualisierungen auf Deinstallieren.

Hat es den Computer bereits erwischt und er reagiert nicht mehr, kann man die Problem-Updates im abgesicherten Modus loswerden. Wie das geht, erklärt Microsoft in einer ausführlichen Anleitung. Zunächst gilt es die Wiederherstellungsumgebung aufzurufen, indem man den Rechner mehrmals ein- und ausschaltet:

  1. Die Netztaste 10 Sekunden lang gedrückt halten, um das Gerät auszuschalten.
  2. Den Netzschalter erneut drücken, um den Computer wieder einzuschalten.
  3. Beim ersten Anzeichen, dass Windows gestartet wurde (zum Beispiel wird bei einigen Geräten beim Neustart das Herstellerlogo angezeigt), den Netzschalter 10 Sekunden lang gedrückt halten, um den Rechner auszuschalten.
  4. Den Netzschalter erneut drücken, um das Gerät wieder einzuschalten.
  5. Wenn Windows neu gestartet wird, die Netztaste 10 Sekunden lang gedrückt halten, um den Computer auszuschalten.
  6. Den Netzschalter erneut drücken, um das Gerät wieder einzuschalten.
  7. Jetzt den Rechner vollständig neu starten lassen.

Als Nächstes wählt man die Problembehandlung aus, klickt im Anschluss auf Erweiterte Optionen, dann auf Starteinstellungen und schließlich auf Neu starten. In der folgenden Auswahl klickt man auf Abgesicherten Modus aktivieren. Hat man die Updates gelöscht, beendet man den abgesicherten Modus. Dazu drückt man die Windows- und die R-Taste gleichzeitig, tippt msconfig in das Eingabefeld und klickt auf OK. Im folgenden Fenster wählt man die Registerkarte Start aus, entfernt das Häkchen vor Abgesicherter Start und klickt auf OK. Danach startet man den Computer neu.

Quelle: n-tv.de, kwe

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