Technik

Endgültiges Aus für Windows 7 Windows 10 gibt's immer noch gratis

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Für Windows 7 gibt's keine Updates mehr, man sollte jetzt so schnell wie möglich auf Windows 10 upgraden.

(Foto: imago/Manngold)

Nachdem Microsoft endgültig keine Sicherheitsupdates für Windows 7 mehr bereitstellt, wird es höchste Zeit, auf Windows 10 umzusteigen. Viele Nutzer benötigen dafür keine neue Hardware, und sie müssen für das Upgrade auch nichts bezahlen.

Ab sofort erhalten Privatanwender keine Windows-7-Updates mehr. Das bedeutet, dass Microsoft auch keine Sicherheitslücken mehr schließt und das Betriebssystem in den kommenden Wochen und Monaten immer anfälliger für Hackerangriffe wird. Auch die beste Antivirus-Software kann daran wenig ändern. Nutzer sollten daher schnell handeln und sich von dem betagten Betriebssystem trennen. Ein neuer Rechner ist dafür nicht unbedingt nötig, und das Upgrade auf Windows 10 muss auch nichts kosten.

Geringe Anforderungen

Normalerweise gilt, dass auf einem Windows-7-Computer auch Windows 10 problemlos läuft, die Hardware-Hürden dafür sind sehr niedrig. Laut Microsoft sollte der Prozessor mindestens 1 Gigahertz (GHz) schnell, der Arbeitsspeicher bei 32-Bit-Systemen (RAM) wenigstens 1 Gigabyte (GB), bei 64-Bit-Geräten 2 GB groß sein. Auch die Anforderungen an die Grafikkarte und den internen Speicher sind mit DirectX 9 und 16 beziehungsweise 20 GB (32/64 Bit) denkbar gering. Damit man flüssig arbeiten kann, sollte es aber bei allem etwas mehr sein.

Microsoft gibt an, dass sich bei Rechnern, die älter als vier Jahre sind, ein Umstieg normalerweise nicht mehr lohne und eine Neuanschaffung der bessere Weg sei. Bei sehr betagten Computern könnten vor allem fehlende Treiber für interne Komponenten oder angeschlossene Geräte zum Problem werden. Aber bevor man einen Oldie stilllegt, kann man auf jeden Fall erstmal ausprobieren, ob er vielleicht doch noch fit genug für Windows 10 ist. Hat er eine gültige Windows-7-Lizenz, ist ein Versuch auch immer noch kostenlos, obwohl Microsoft offiziell schon seit dem 30. Juli 2016 keine Gratis-Updates mehr zur Verfügung stellt.

"BleepingComputer" zitiert einen Reddit-Nutzer, der angibt, ein Microsoft-Mitarbeiter zu sein. Demnach war das offizielle Ende der Gratis-Upgrades nur Marketing, um Aktualisierungen und Computer-Neukäufe zu forcieren. Wollte Microsoft das Schlupfloch schließen, hätte es dies schon längst getan, so der Reddit-Nutzer. Ob "CokeRobot" tatsächlich bei Microsoft arbeitet, weiß man nicht. Nutzer bestätigen aber, dass sie ihren Windows-7-Computer ohne Probleme und kostenlos auf Windows 10 upgraden konnten. Wie lange das nach dem Support-Ende noch klappt, weiß man nicht, man sollte sich also beeilen. So geht's:

Microsoft stellt alles zur Verfügung

Bevor man loslegt, sollte man auf jeden Fall erstmal ein Backup erstellen, um keine wichtigen Dateien zu verlieren. Dafür gibt's unter Windows 7 ein Bordmittel, das man in der Systemsteuerung unter System und Wartung - Sichern und wiederherstellen findet. Eine genaue Anleitung stellt Microsoft auf einer Support-Seite zur Verfügung.

Ist das erledigt, stellt man zunächst sicher, dass man den Lizenz-Schlüssel für Windows 7 bereit hat. Besitzt man keine offiziellen Datenträger, findet man ihn bei Rechnern mit vorinstalliertem Betriebssystem gewöhnlich auf einem Aufkleber. Ist dieser weg oder unleserlich, kann man ihn mit dem kostenlosen Tool ShowKeyPlus auslesen, das man auch im Microsoft-Store findet.

So vorbereitet, lädt man nun Microsofts Media Creation Tool herunter und installiert es. Wenn man es startet, überprüft das Programm, ob das System für Windows 10 geeignet ist. Danach muss man sich entscheiden, ob man Windows 7 upgraden oder Windows 10 neuinstallieren möchte. Ratsam ist der zweite Weg, wobei ein Installationsmedium erstellt wird. Am einfachsten nutzt man dafür einen USB-Stick mit mindestens 8 GB Speicherkapazität. Hat man sich für eine Variante entschieden, muss man nur noch den Anweisungen des Media Creation Tool folgen.

Quelle: ntv.de, kwe