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Hardware nicht bereit? Windows 10 verweigert großes Mai-Update

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Windows 10 verweigert das Mai-Update, wenn USB-Geräte angeschlossen sind.

(Foto: HP)

Wer das große Mai-Update für Windows 10 auf seinem Rechner installieren möchte, sieht möglicherweise eine irritierende Fehlermeldung, wonach die Hardware derzeit nicht bereit für die Aktualisierung sei. Das kann man aber schnell ändern.

Microsoft hat's schon nicht leicht mit Windows-10-Updates: Nachdem sich kürzlich Aktualisierungen mit Antivirus-Programmen nicht vertragen haben und so Computer lahmgelegt wurden, weigert sich das Betriebssystem jetzt, bei einigen Rechnern das große Mai-Update zu installieren. Betroffene Nutzer sehen den Hinweis, ihre Hardware sei noch nicht bereit für die Aktualisierung - selbst wenn sie einen nigelnagelneuen, leistungsstarken Computer besitzen. Was ist da denn schon wieder los?

Laufwerksbuchstaben neu zugeordnet

Wie eine Support-Seite enthüllt, hält Microsoft das Update nicht zurück, weil Komponenten eines Rechners nicht den Ansprüchen gerecht werden, sondern weil ein sehr sonderbarer Fehler auftritt. Demnach kann es passieren, dass Laufwerken neue Buchstaben zugeordnet werden, wenn während der Aktualisierung ein externes USB-Gerät angeschlossen oder eine SD-Karte in einem Lesegerät eingeschoben ist. Was vor dem Update im Explorer beispielsweise als Laufwerk D angezeigt wurde, kann nach der Aktualisierung plötzlich Laufwerk G sein. Das betrifft nicht nur angesteckte Geräte, sondern auch interne Laufwerke, was die Sache besonders problematisch macht.

Microsoft schreibt, betroffene Nutzer müssten nichts unternehmen, der Fehler werde mit einem kommenden Service-Update behoben. Wer nicht so lange warten möchte, muss aber auch kein Computerfachmann sein, um das Problem zu beseitigen: Man entfernt ganz einfach Geräte, die die Blockade verursachen und startet dann die Aktualisierung erneut.

Updates verzögern

Um möglichen weiteren, noch unbekannten Problemen beim Mai-Update grundsätzlich aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, Aktualisierungen nicht sofort, sondern mit einigen Tagen Verzögerung zu installieren. Dazu geht man in den Systemeinstellungen (Windows- plus I-Taste) zu Update und Sicherheit und klickt dort Updatepause für 7 Tage an.

Etwas mehr Zeit kann man herausschinden, wenn man einen kleinen Trick anwendet: In den Einstellungen geht man zu Netzwerk und Internet, wählt Verbindungseigenschaften ändern aus und stellt den Schalter bei Getaktete Verbindung auf Ein. Bis auf kritische Updates nimmt Windows 10 danach keine Aktualisierungen mehr vor. Achtung: Bei dieser Einstellung gibt es auch keine Hintergrundaktualisierungen, beispielsweise für den Cloud-Speicher OneDrive.

Quelle: n-tv.de, kwe

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