Technik

Qualcomm-Sensor unterm Display iPhone 12 hat vielleicht wieder Touch ID

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Möglicherweise kommt im kommenden iPhone Qualcomms brandneuer 3D Sonic Max zum Einsatz, bei dem man zwei Finger gleichzeitig einscannen kann.

(Foto: Qualcomm)

Mehrere Quellen berichten, im kommenden Jahr werde Apple wieder ein neues iPhone mit Touch ID auf den Markt bringen. Dabei soll der Fingerabdrucksensor möglicherweise die Gesichtserkennung nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Auch viele Nutzer eines aktuellen iPhone mit Face ID trauern dem Fingerabdrucksensor der Vorgänger-Modelle hinterher. Unter anderem vermissen sie Vorteile wie problemloses Entsperren in der Kfz-Halterung oder trauen der Gesichtserkennung nicht. Laut "MacRumors" könnte die Trauerphase im kommenden Jahr schon zu Ende gehen. Denn es gibt bereits mehrere Berichte und Quellen, die von einem iPhone-Comeback der Touch ID mit neuer Technik berichten.

Qualcomm-Riese unterm Display

Den jüngsten Informationen aus China zufolge soll Apple Qualcomms brandneuen Sensor zumindest bei einem iPhone unters Display packen. Der eben erst in Hawaii vorgestellte 3D Sonic Max ist mit 30 x 20 Millimeter 17 Mal größer als der Sensor, der unter anderem im Samsung Galaxy S10 zum Einsatz kommt. Das hat beispielsweise den Riesen-Vorteil, dass man den Sensor auch ohne aufleuchtende Landezone mühelos trifft. Außerdem gestattet Qualcomms 3D Sonic Max, zum Entsperren eines Geräts zwei Finger gleichzeitig auf dem Bildschirm zu platzieren. Damit könnten beispielsweise sensible Zugänge oder Ordner besonders gut geschützt werden.

Qualcomms Sensoren nutzen Ultraschall, um ein dreidimensionales Abbild zu scannen. Damit sind sie bereits grundsätzlich sicherer als optische Fingerabdrucksensoren, die nur 2D-Muster erfassen. Weil er durch die große Fläche auch unkompliziert ist, wäre Qualcomms 3D Sonic Max also durchaus für Apple ein akzeptabler Ersatz für die Gesichtserkennung.

Ältere Berichte aus dem Sommer und Frühherbst gehen allerdings nicht unbedingt davon aus, dass eine ins Display integrierte Touch ID die Gesichtserkennung obsolet macht. Unter anderem erwartet der treffsichere Analyst Ming-Chi Kuo, dass der Ultraschallsensor Face ID ergänzen wird, Apple also beide Techniken zusammen einsetzt. Vorstellbar wären auch ein günstiges iPhone nur mit Touch ID und zwei Flaggschiffe mit Fingerabrucksensor und Face ID.

Auf die Größe kommt es an

Kuo ging im August davon aus, dass die Technik erst 2021 für Apple ausgereift genug sein wird. "Bloomberg" berichtete im September aber, Apple erwäge schon 2020 die neuen Sensoren einzusetzen, wenn sie in Tests ihre Einsatzfähigkeit bewiesen. Ansonsten warte man bis 2021. In dem Bericht heißt es, Apple wolle, dass man den Finger fast überall aufs Display legen kann. Vielleicht genügen daher die Dimensionen des 3D Sonic Max noch nicht aus.

Aufgeschoben heißt aber nicht aufgehoben: "MacRumors" hat erfahren, dass Qualcomm beim vergangenen Mobile World Congress (MWC) hinter verschlossenen Türen bereits noch größere Sensoren angekündigt hat, die möglicherweise den kompletten Bildschirmbereich abdecken.

Quelle: n-tv.de, kwe

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