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Scharfe Kritik aus eigener Reihe FDP-Politikerin Strack-Zimmermann nennt Kemmerichs Vorgehen inakzeptabel

Die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat das Vorgehen ihres Parteifreundes Thomas Kemmerich bei seiner Wahl zum Thüringer Ministerpräsidenten scharf kritisiert.

Die Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann twitterte am Mittwoch: "Ich schätze Thomas Kemmerich persönlich. Ich verstehe seinen Wunsch, Ministerpräsident zu werden. Sich aber von jemandem wie (Björn) Höcke (AfD) wählen zu lassen, ist unter Demokraten inakzeptabel und unerträglich. Es ist daher ein schlechter Tag für mich als Liberale."

Zuvor hatte FDP-Vize Wolfgang Kubicki der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Es ist ein großartiger Erfolg für Thomas Kemmerich. Ein Kandidat der demokratischen Mitte hat gesiegt. Offensichtlich war für die Mehrheit der Abgeordneten im Thüringer Landtag die Aussicht auf fünf weitere Jahre (Bodo) Ramelow nicht verlockend." Offenbar mit Blick auf die Wahl Kemmerichs auch durch die AfD sagte der FDP-Politiker: "Was die Verfassung vorsieht, sollte nicht diskreditiert werden."

Bei der Wahl zum Thüringer Ministerpräsidenten hat am Mittwoch Kemmerich überraschend gewonnen. Er setzte sich bei der Abstimmung im Landtag in Erfurt im entscheidenden dritten Wahlgang gegen den bisherigen Amtsinhaber Ramelow von der Linken durch.

Quelle: ntv.de, dpa

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