Kurznachrichten

"Nicht optimistisch" Russland verweist nach Uranproduktion des Iran auf Atomabkommen

Nach einem neuerlichen Verstoß des Iran gegen das internationale Atomabkommen aus dem Jahr 2015 hat Russland die Führung in Teheran zur "Zurückhaltung" aufgerufen.

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(Foto: dpa)

Auch wenn die "Logik und Gründe" für diesen Schritt des Iran verständlich seien, seien "Zurückhaltung und ein verantwortungsbewusstes Vorgehen" angebracht, sagte Vize-Außenminister Sergej Riabkow am Donnerstag der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass der Iran mit der Produktion von Uranmetall begonnen habe. Nach Angaben Teherans soll es als Brennstoff für den iranischen Forschungsreaktor eingesetzt werden, doch kann es auch der Herstellung von Atomwaffen dienen. In dem Abkommen von 2015 hatte sich das Land deshalb verpflichtet, 15 Jahre lang auf die Produktion oder den Erwerb von Plutonium- oder Uranmetall zu verzichten.

Nach den Worten des russischen Vize-Außenministers stimmt der jüngste Schritt Teherans nicht gerade optimistisch. Er zeige, dass der Iran den "Status quo" nicht mehr akzeptieren wolle. Gleichzeitig rief Riabkow die USA dazu auf, nicht länger auf Zeit zu spielen und die Sanktionen gegen Teheran rasch aufzuheben.

Quelle: ntv.de, AFP

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