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Statistisches Bundesamt Verdienstspalt zwischen Frauen und Männern schrumpft minimal

Frauen haben in Deutschland auch im vergangenen Jahr durchschnittlich deutlich weniger verdient als Männer.

Die Löhne und Gehälter in NRW sind im dritten Quartal stärker gestiegen als die Inflation. Foto: Robert Günther/Archivbild

Die Löhne und Gehälter in NRW sind im dritten Quartal stärker gestiegen als die Inflation. Foto: Robert Günther/Archivbild

(Foto: Robert Günther/Archivbild)

Die Einkommenslücke, der so genannte Gender Pay Gap, sank im Vergleich zu 2019 um einen Punkt auf 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Allerdings könnten sich dabei Sondereffekte wegen der verbreiteten Kurzarbeit in der Pandemie ausgewirkt haben.

Frauen verdienten demnach im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 18,62 Euro brutto pro Stunde 4,16 Euro weniger als Männer (22,78 Euro). 2019 hatte die Differenz noch 4,28 Euro betragen. Der 10. März ist der Internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung für Frauen und Männern (Equal Pay Day).

Der Großteil (71 Prozent) des Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen hat strukturelle Gründe - etwa, weil Frauen häufiger in schlecht entlohnten Berufen tätig sind und seltener Führungspositionen erreichen. Außerdem arbeiten sie öfter in Teilzeit und Minijobs. Doch selbst bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen noch 6 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, so die Wiesbadener Statistiker. Hier lagen allerdings nur Werte für das Jahr 2018 vor.

Quelle: ntv.de, dpa

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