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Gefährliches Pflanzengift WHO-Agentur stuft Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein

Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) hat das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft. Die zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehörende Behörde hatte mehrere Studien zu dem Mittel ausgewertet.

Umweltorganisationen forderten umgehend, in Deutschland Konsequenzen aus dem Bericht zu ziehen. «Alle Anwendungen, bei denen es sehr wahrscheinlich ist, dass Menschen mit Glyphosat in direkten Kontakt kommen, müssen umgehend ausgesetzt werden», erklärte die Agrarexpertin von Greenpeace Deutschland, Christiane Huxdorff. Ähnlich reagierte der Naturschutzbund Deutschland. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) kündigte am Donnerstag an, den Bericht zu prüfen.

Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Es blockiert ein Enzym, das für die Proteinsynthese in Pflanzen zuständig ist. Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Einsatz des Herbizids überlebt. In Deutschland kommt das Mittel Schätzungen zufolge auf 30 bis 40 Prozent der Ackerflächen zur Anwendung.

Das BfR war in seiner jüngsten, umstrittenen Bewertung zu dem Schluss gekommen, dass bei richtiger Anwendung kein krebserzeugendes Risiko für den Menschen zu erwarten ist.

Quelle: n-tv.de, dpa

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