Wirtschaft

Erfolgscoup von Rupert Murdoch 40 Jahre "Page Three Girls"

Vor ziemlich genau 40 Jahren, im trüben November 1970, veröffentlicht die britische Boulevardzeitung "The Sun" erstmals das Bild eines "Page Three Girls". Von da an erwärmt der Blick der leicht oder gar nicht bekleideten Frauen nicht nur das Herz der männlichen Leser, sondern auch das von Medienmogul Murdoch – die Idee brachte ihm eine satte Auflagensteigerung ein.

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"Happy Birthday", wünscht auch Page-Three-Girl Katie Price.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Als Rupert Murdoch im November 1969 die Sun-Zeitung in ihrem neuen Tabloid-Format herausbrachte, platzierte er auf der dritten Seite bekleidete, glamouröse Models – zunächst ohne den durchschlagenden Erfolg. Ein Jahr später setzte Chefredakteur Larry Lamb auf denselben Platz das erste Oben-Ohne-Foto der damals zwanzigjährigen Münchnerin Stephanie Rahn, die damit als "Birthday-Suit-Girl" berühmt wurde.

Die lautstarke Kritik an diesem neuen Format trug nur zur Popularität bei. Bis Mitte der 1970er Jahre hatte sich das Page Three Girl als Markenzeichen der Sun etabliert und bescherte der Zeitung eine Auflagensteigerung um 40 Prozent.

Andere Boulevardzeitungen sprangen auf den Zug auf, so begann der Daily Mirror ebenso freizügige Fotos zu veröffentlichen. Bei der BILD-Zeitung ist die nackte Schönheit nicht erst auf Seite 3, sondern bereits auf Seite 1 zu finden. Proteste verschiedener Gruppierungen haben daran nichts ändern können, so scheiterte die spätere Labour-Ministerin Clare Short damit, diese Praxis durch die sogenannte "Page Three Bill" zu unterbinden - es fehlte an politischer Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Um Nachschub muss sich "The Sun" keine Sorgen machen, die Zahl der Bewerberinnen, die mehr als ihr Gesicht auf der Seite 3 sehen möchten, übersteigt im Vereinigten Königreich die Zahl der möglichen Plätze bei weitem. Kein Wunder: War der Platz doch für viele Stars und Sternchen das Sprungbrett zu einer größeren Karriere. Zu den bekanntesten "Page Three Girls" gehören Samantha Fox und Katie Price.

Quelle: n-tv.de

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