Wirtschaft
Donnerstag, 17. Februar 2011

Starker Franken schlaucht: Alcon hilft Nestle

Nestle gelingt im vergangenen Jahr eine Gewinnsteigerung. Allerdings ist dafür nur der Verkauf des Augenheilmittel-Herstellers Alcon dafür verantwortlich. Dem weltgrößten Nahrungsmittelkonzern macht der starke Schweizer Franken zu schaffen.

Für dieses Jahr gut positioniert.
Für dieses Jahr gut positioniert.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestle hat 2010 nur aufgrund des Verkaufs des Augenheilmittel-Herstellers Alcon an den Pharmakonzern Novartis seinen Gewinn gesteigert. Der Reingewinn habe sich im vergangenen Jahr mit 34,2 Milliarden Franken (26,3 Milliarden Euro) mehr als verdreifacht, wie Nestle mitteilte.

Analysten hatten im Durchschnitt allerdings mit einem Überschuss von 35,7 Milliarden Franken gerechnet. Ohne die zusätzlichen Einnahmen aus dem Verkauf wäre der Gewinn jedoch auf neun (Vorjahr: 9,5) Milliarden Franken gesunken.

Das organische Wachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschließt, stieg auf 6,2 Prozent, nach einem leicht schwächeren Wachstum von 4,1 Prozent im Krisenjahr 2009. Damit lag es über den Markterwartungen von rund 5,5 Prozent. Für 2010 will Nestle eine Dividende von 1,85 Franken je Aktie ausschütten.

Für dieses Jahr optimistisch

Kopfzerbrechen bereitet dem Hersteller von Nescafe, Kitkat-Schokoriegeln und Maggi-Suppen allerdings der starke Franken. So stieg der Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr nur noch um zwei Prozent auf 109,7 Milliarden Franken.

Für 2011 sieht sich Nestle gut positioniert, um Unwägbarkeiten, inklusive schwankenden Rohstoffpreisen, zu begegnen. Das organische Wachstum für das laufende Jahr schätzt Nestle auf zwischen fünf und sechs Prozent.

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Quelle: n-tv.de