Wirtschaft

Milliardendeal in den USA Amgen schluckt Micromet

In der amerikanischen Biotechbranche setzt sich der Konzentrationsprozess fort. Das weltgrößte Unternehmen dieser Art, Amgen, greift nach dem Rivalen Micromet. Noch im ersten Quartal soll der Deal über die Bühne gehen.

In der Biotechbranche bahnt sich eine Milliardenübernahme an. Der weltgrößte Biotechnologie-Konzern Amgen aus den USA will für 1,16 Milliarden Dollar den kleineren US-Rivalen Micromet schlucken und damit vor allem seine Krebsmedizinsparte stärken. Der Konzern werde den Micromet-Aktionären elf Dollar je Aktie in bar bieten, teilte Amgen mit. Damit winkt den Micromet-Aktionären ein Aufschlag von rund einem Drittel auf den Schlusskurs vom Mittwoch. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit vergangenem Jahr in der Onkologie zusammen.     

Die in Rockville/Maryland ansässige Micromet hat deutsche Wurzeln. Das Unternehmen wurde vor 19 Jahren in Deutschland gegründet und betreibt seine Forschung- und Entwicklung mit rund 200 Beschäftigten in Martinsried bei München. Die Führungsspitzen beider Unternehmen haben der Übernahme bereits zugestimmt.        

"Micromet ist in unseren Augen ein hervorragendes Forschungsunternehmen", sagte der Europa- und Australien-Chef von Amgen, Carsten Thiel. Amgen sei auf Wachstumskurs. Neben dem Ausbau in den Schwellenländern seien auch strategische Übernahmen geplant.

"Für uns ist natürlich auch wichtig, dass wir jetzt eine noch stärkere Präsenz in Deutschland haben", sagte Thiel weiter. "Wir sind hochinteressiert, dass der Standort hier in Martinsried erhalten bleibt." Überschneidungen zwischen den beiden Unternehmen gebe es nicht. Amgen geht davon aus, die Übernahme noch im laufenden ersten Quartal dieses Jahres unter Dach und Fach zu haben.

Quelle: n-tv.de, rts

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23.04.09