Wirtschaft

Mehr "i3" als Rolls Royce BMW nennt Elektro-Ziele

Mit dem Stichwort Elektromobilität verbindet BMW große Hoffnungen. Im Gespräch mit einer Fachzeitschrift deutet Vertriebschef Robertson nun erstmals eine Größenordnung an, mit wie vielen Käufern der Autobauer rechnet. Der neue "i3" soll künftig mehr Kunden überzeugen als die Marke Rolls Royce.

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Bei BMW zuständig für den Vertrieb: Ian Robertson, hier bei der Präsentation der neuen Markentochter "BMW i".

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Münchner Automobilkonzern BMW hat sich für das erste hauseigene Elektroauto ehrgeizige Verkaufsziele gesetzt. "Unsere Absatzziele sind höher als für Rolls-Royce und vergleichbar mit jenen eines Mini-Derivats", sagte BMW-Vertriebschef Ian Robertson den "Automotive News Europe". Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

Allerdings hatte BMW zuletzt etwa vom Mini Clubman rund 30.000 Stück im Jahr abgesetzt. Damit dürfte in den Planungen für den "i3" von einem ähnlichen Volumen die Rede sein. BMW hatte den Namen für das bisher "Megacity Vehicle" genannte Fahrzeug erst vergangene Woche vorgestellt, sich zu Absatzzeilen und dem Preis aber noch bedeckt gehalten. Schätzungen von Branchenexperten zufolge dürfte das Fahrzeug wohl mehr als 40.000 Euro kosten. Neben dem Elektrosportwagen "i8" ist es das erste Auto der neue Marke für Elektrofahrzeuge "BMW i".

Unklar ist ebenfalls noch, wie der Wagen an die Kunden gebracht werden soll. "Wir ziehen die unterschiedlichsten Vertriebswege in Betracht, angefangen bei den konventionellen Verkäufen und Leasing bis hin zu unterschiedlichen Vermietkonzepten, wie Car Sharing."

Ärger könnte BMW allerdings wegen des Namens der neuen Marke drohen. Der "Focus" berichtet, dass sich der koreanische Hersteller Hyundai an der Ähnlichkeit zu den eigenen mit dem Buchstaben i beginnenden Modellnamen stört.

"Wir prüfen, ob wir dagegen vorgehen", sagte Hyundai-Deutschland-Chef Werner Frey dem Magazin. Von Reaktionen des US-Konzerns Apple, der ebenfalls eine ganze Reihe an Produkten mit einem hervorgehobenem "i" im Markennamen vertreibt, wusste der "Focus" dagegen nichts zu berichten.

Ein kräftiges Plus bei den Absatzzahlen plant auch die BMW-Tochter Mini. "Wir halten eine Stückzahl von 300.000 mittelfristig für möglich", hatte Mini-Chef Wolfgang Armbrecht vergangene Woche angekündigt. 2010 hatte Mini einen Absatzrekord von weltweit rund 234.000 Fahrzeugen erzielt.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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23.04.09