Wirtschaft

Moody's schlägt erneut zu BP-Rating sinkt und sinkt

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist ein herber Schlag für die Kreditwürdigkeit von BP. Nun senkt Moody's bereits zum zweiten Mal das Rating des Ölkonzerns - diesmal von Aa2 auf A2. Bei Fitch liegt das Rating bereits bei BBB.

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Die Kosten der Katastrophe steigen mit jedem Tag.

(Foto: AP)

Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gerät der Ölkonzern BP von Finanzseite weiter unter Druck. Gleich zwei Ratingagenturen senkten ihre Noten für die Kreditwürdigkeit des Unternehmens. Die Agentur Moody's tat dies bereits zum zweiten Mal und vergab diesmal eine gleich drei Stufen niedrigere Note.

Moody's senkte die Note von BP von Aa2 auf A2. Die Ratingagentur begründete diese Entscheidung mit den sich "verschlimmernden Auswirkungen" der Ölkatastrophe nach dem Sinken der BP-Ölplattform "Deepwater Horizon". Die Kosten durch die Umweltschäden des auslaufenden Öls beeinträchtigten die gesamte Finanzlage des Konzerns, erklärte Moody's. Die Agentur hatte die Note des Ölkonzerns erstmals Anfang Juni herabgesetzt.

Zuvor hatte Standard & Poor's als letzte der großen Ratingagenturen die Noten für die Kreditwürdigkeit von BP gesenkt. S&P begründete die Entscheidung mit den "Herausforderungen und Ungewissheiten", vor denen BP wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko stehe. Die Ratingagentur stufte BP von AA- auf A ab. Erst zu Wochenbeginn hatte die Ratingagentur Fitch zum zweiten Mal die Kreditwürdigkeit des Unternehmens abgesenkt - um sechs Stufen auf BBB.

BP hatte auf Druck der US-Regierung 20 Milliarden Dollar für einen Entschädigungsfonds zugesagt. Moody's warnte, die Kosten möglicher Strafverfahren könnten noch deutlich höher ausfallen.

Quelle: ntv.de, wne/AFP

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