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Donnerstag, 22. August 2013

Rekordumsatz und Gewinnsprung: BVB lässt Aktionäre jubeln

Die laufende Dekade ist für Borussia Dortmund eine bislang sehr erfolgreiche. Nicht nur sportlich läuft es bei den Westfalen rund. Geschäftsführer Watzke wartet zudem mit glänzenden Zahlen auf: mehr als 300 Millionen Euro Umsatz und ein Gewinnzuwachs von 86 Prozent. Für die Aktionäre gibt es wieder eine Dividende.

Der an der Börse notierte Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund boomt und ist in neue Dimensionen vorgestoßen. Mit einem Rekordumsatz von 305 Millionen Euro hat der Champions-League-Finalist das abgelaufene Geschäftsjahr per Stichtag 30. Juni 2013 beendet. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (215,2 Millionen Euro) um 42 Prozent.

Auf der Bilanz-Pressekonferenz verkündete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zudem einen Nettogewinn von 53,3 Millionen Euro (Vorjahr: 34,3 Millionen Euro) - das bedeutet Ligarekord. Der BVB verzeichnete damit gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 86 Prozent. Zum zweiten Mal seit dem Börsengang 2000 wird die Borussia Dortmund GmbH KGaA ihren Aktionären somit erneut eine Dividende zahlen. Nach sechs Cent pro Aktie im Vorjahr sollen diesmal zehn Cent gezahlt werden.

BVB-Boss Watzke wollte die Erfolgsbilanz nicht nur mit den Transfererlösen wie zum Beispiel dem Verkauf von Mario Götze für 37 Millionen zu Bayern München begründet wissen. "Wenn man die Transfers rausrechnet, haben wir noch immer 253 Millionen Euro umgesetzt, was einem Plus von 35 Prozent entspricht", erklärte Watzke.

Der wirtschaftliche Erfolg wurde beflügelt durch den Erfolg in der Champions League. Die Einnahmen auf dem Weg ins Endspiel in London betrugen allein durch die UEFA mehr als 54 Millionen Euro. Hinzu kommen 12 Millionen Euro.

Sportlicher Erfolg ohne Schulden

Einnahmen aus den sechs Heimspielen plus Sponsorenprämien. Für das laufende Geschäftsjahr plant der BVB unter anderem mit einem Etat für den Profi-Kader mit stark leistungsbezogenen Verträgen in Höhe von rund 65 Millionen Euro. Die Kalkulationen des BVB sind konservativ und basieren unter anderem auf einer Bundesliga-Ausbeute von 70 Punkten, dem eventuellen Aus in der Gruppenphase der Champions League und einem Scheitern in Runde zwei des DFB-Pokals.

"Borussia Dortmund befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase, was die Nachhaltigkeit angeht", erklärte Watzke. Deshalb habe man auch Robert Lewandowski nicht verkauft, weil man die bestmögliche Mannschaft auf den Rasen schicken wollte. Darüber seien sich alle Gremien im Verein einig gewesen. "Das ist ein Beispiel für Nachhaltigkeit und Ambitionen", betonte Watzke und ließ die Aktionäre wissen: "Wir werden nie wieder Schulden machen um des sportlichen Erfolgs willen."

An der Börse wurden die Entwicklung der vergangenen zwölf Monate positiv aufgenommen. Der Kurs der BVB-Aktie lag am Donnerstag bei 3,55 Euro, im vergangenen Jahr wurde das Papier zur gleichen Zeit für 2,64 Euro gehandelt.

Quelle: n-tv.de