Wirtschaft

Mais läuft besser als die Pille Bayer hebt den Ausblick an

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Mehr Menschen, mehr Lebensmittel: Mais ernährt Millionen.

(Foto: REUTERS)

Die steigenden Preise für Agrarrohstoffe wie Mais, Soja oder Weizen lassen in Leverkusen die Kassen klingeln: Zusammen mit der wachsenden Nachfrage im Chemiegeschäft und stabilen Erträgen in der Gesundheitssparte kommt Bayer auf ein unerwartet starkes Quartal.

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Es läuft viel besser als im Schlussquartal 2010: Marijn Dekkers kann wieder lächeln (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat nach einem überraschend kräftigen Ergebnisanstieg im ersten Quartal seine Jahresziele angehoben. Zu dem starken Jahresauftakt hätten alle drei Teilkonzerne beigetragen, erklärte Konzernchef Marijn Dekkers. Besonders erfreulich sei der Saisonstart für die Pflanzenschutzsparte "Cropscience" gewesen, sagte er zur Vorlage des Quartalsberichts.

Im Kunststoffgeschäft profitierte das Leverkusener Traditionsunternehmen von der guten Konjunktur, die auch bei Konkurrenten wie DuPont aus den USA und dem niederländischen Chemiekonzern DSM die Nachfrage ankurbelte.

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Kunststoff, Gesundheit und Planzenschutz: In Leverkusen rechnet man mit einem starken Gesamtjahr.

(Foto: dapd)

Bayer steigerte in den ersten drei Monaten seinen um Sondereinflüsse bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 22,3 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt nur 2,08 Mrd. Euro erwartet. Der Konzernumsatz legte um 13,2 Prozent auf 9,42 Mrd. Euro zu. Der Überschuss erhöhte sich um 8,4 Prozent auf 684 Mio. Euro. Am Aktienmarkt kam das Zahlenwerk bei den Anlegern gut an: Die Bayer-Aktie lag nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse deutlich im Plus.

Im Gesamtjahr will Bayer nun seinen Umsatz, der 2010 um 13 Prozent auf den Rekordwert von 35,1 Mrd. Euro kletterte, um Währungseinflüsse und um Zu- und Verkäufe bereinigt um 5 bis 7 Prozent verbessern. Bisher wurde ein Plus von 4 bis 6 Prozent angepeilt. Der bereinigte operative Gewinn soll von 7,1 im vergangenen Jahr nun auf über 7,5 Mrd. Euro steigen. Bisher hatte Dekkers einen operativen Gewinn in Richtung 7,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Agrar-Boom und Generika-Dämpfer

Hauptgrund für die optimistischere Jahresprognose ist, dass Bayer in seinem Pflanzenschutzgeschäft inzwischen bessere Geschäfte erwartet. Wie schon beim US-Wettbewerber Monsanto verzeichnete das Saatgutgeschäft im ersten Quartal starke Zuwachsraten.

Zudem profitierte die Pflanzenschutzsparte davon, dass die Preise für wichtige Agrarerzeugnisse wie Soja, Weizen oder Mais seit Monaten hoch sind. Das kurbelt die Nachfrage nach Pestiziden an. Vor allem neue Produkte seien im Quartal stark nachgefragt worden, erklärte Bayer.

Im der Gesundheitssparte "Healthcare" profitierte der Konzern im abgelaufenen Quartal von einer guten Nachfrage nach verschreibungsfreien Gesundheitsprodukten. Dagegen spürte Bayer im Pharmageschäft die Generikakonkurrenz bei den Verhütungsmitteln Yaz und Yasmin.

Quelle: n-tv.de, rts

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