Wirtschaft

Geld zur Deckung teurer Übernahmen Baywa versilbert Betongold

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Mit dem Agrarland Bayern gewachsen: Grün leuchtet das Logo der "Bayerischen Warenvermittlung".

(Foto: picture alliance / dpa)

Während Kleinanleger im Immobilienmarkt nach Sicherheiten suchen, bemüht sich der Münchener Agrar-Großhändler Baywa darum, sein im Beton gebundenes Kapital zu lösen. Jetzt findet der MDax-Konzern einen finanzstarken Käufer.

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Die bayerische Urmutter des Baumarkts: Baustoffe für Handwerker und Landwirte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Europas größter Agrarhändler Baywa ist beim geplanten Verkauf von Immobilien einen weiteren Schritt vorangekommen. Nach dem Verkauf der Zentrale Ende 2012 trennten sich die Münchener jetzt für 235 Mio. Euro von 79 Standorten - darunter 40 Baustofffachhandlungen und fünf Bauzentren.

Käufer der beiden Immobilienpakete sei die Unicredit-Tochter Wealthcap, teilte das im MDax notierte Unternehmen mit. Baywa will die Standorte nicht aufgeben, sondern mietete die Gebäude sofort zurück.

Die Einnahmen aus den Verkäufen will Baywa in den Ausbau des Kerngeschäfts stecken, ohne sich dabei zu verschulden. "Mit den Erlösen aus den Immobilienverkäufen bezahlen wir unter anderem auch unsere großen Agrar-Akquisitionen aus dem vergangenen Jahr", sagte Finanzvorstand Andreas Helber.

Ende vergangenen Jahres hatten die Bayern bereits ihren Hauptsitz in München verkauft: Das BayWa-Hochhaus wurde zur Sanierung an eine gemeinsame Projektgesellschaft mit der Competo Capital Partners GmbH für rund 80 Mio. Euro veräußert.

Paket Nr. 3 im Angebot

Jetzt geht das Unternehmen davon aus, dass der Verkauf eines dritten Immobilienpakets ebenfalls im ersten Quartal 2013 abgeschlossen sein dürfte.

Vorstandschef Klaus Josef Lutz hatte im Herbst erklärt, dass nach dem Kauf der Getreidehändler Cefetra und Bohnhorst vorerst Schluss mit Übernahmen sei.

Quelle: n-tv.de, dpa/rts

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