Wirtschaft

Nivea, Eucerin, LaPrairie Bei Beiersdorf flutscht's jetzt

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Dem Kosmetikkonzern war lange vorgehalten worden, in Schwellenländern zu langsam voranzukommen, während Konkurrenten wie Unilever und L'Oreal dort schon länger punkteten. Das hat sich geändert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Beiersdorf-Chef Heidenreich darf sich bestätigt fühlen: Der Konzernumbau und die Neuausrichtung zahlen sich für den Konsumgüterkonzern aus. Die drei Kernmarken Nivea, Eucerin und LaPrairie erzielen zum Teil kräftige Zuwächse. Auch in Schwellenländern kann der Konzern jetzt punkten.

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Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf kann zunehmend die Früchte seines Umbauprogramms ernten. Im ersten Halbjahr stiegen die Gewinne stärker als der Umsatz. Dabei trugen sowohl das Konsumenten- als auch das Klebstoffgeschäft zum Wachstum bei. Auch für das laufende Jahr zeigten sich die Hamburger zuversichtlich. Sie nannten erstmals konkrete Wachstumsziele.

Der Umsatz erhöhte sich um 3,3 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Organisch - also um bereinigt um Wechselkurseffekte - waren es 6,6 Prozent. Dabei wuchs Beiersdorf insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent, und da vor allem in Brasilien. Auch in China wuchs das Unternehmen zweistellig. Im deutschen Heimatmarkt legte Beiersdorf ebenfalls zu. So konnten Umsatzrückgänge in Westeuropa in Folge des schwachen Konsumklimas ausgeglichen werden.

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Konzern-Chef Stefan Heidenreich

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Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 11,2 Prozent auf 434 Millionen Euro. Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 13,7 Prozent. Auch nach Steuern verdiente Beiersdorf mit 287 Millionen mehr als im Vorjahr.

Neuausrichtung gibt "deutlichen Schub"

Der Umbau des Konsumentengeschäfts und die Konzentration auf die drei  Marken Nivea, Eucerin und La Prairie zeigt damit Erfolge. Das Unternehmen hatte dazu die Sortimente bereinigt und sich von Verlustbringern getrennt. Dazu arbeitete Beiersdorf an einem einheitlichen Markenauftritt seiner wichtigsten Marke Nivea.

Die Umsetzung des Restrukturierungsprogramms habe Beiersdorf in den vergangenen Monaten "einen deutlichen Schub gegeben. Es gelingt uns zunehmend, das Potenzial, das in unseren Marken und in unserem Unternehmen steckt, in wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen", kommentierte Vorstandsvorsitzender Stefan Heidenreich.

Für das laufende Jahr erwartet Beiersdorf ein Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Die operative Ebit-Umsatzrendite des Konzerns soll bei 12 Prozent bis 13 Prozent liegen. Bislang hatte das Unternehmen lediglich erklärt, stärker als der Markt wachsen zu und die Umsatzrendite steigern zu wollen.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ