Wirtschaft

Mehrere Milliarden einsetzbar Bertelsmann ist noch nicht satt

Die Fusion von Random House mit Penguin ist nicht Bertelsmanns letztes Wort. Der Konzern plant laut Vorstandschef Rabe weitere Zukäufe. Für das kommende Jahr strebt Bertelsmann einen Umsatz von 18 Milliarden Euro an.

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Weitere Pläne in der Gütersloher Zentrale.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Medienkonzern Bertelsmann, zu dem auch die RTL Group mit n-tv gehört, plant nach der Fusion seiner Buchsparte Random House mit Penguin weitere Zukäufe. Für das zweite Halbjahr wolle er "die ein oder andere Transaktion" nicht ausschließen, sagte Vorstandschef Thomas Rabe der "Süddeutschen Zeitung".

"Wir können in den nächsten drei Jahren mehrere Milliarden Euro einsetzen - in unsere bestehenden Kerngeschäfte und die Wachstumsbereiche Musik, Bildung und Business-Informationen", sagte der Manager weiter. Die Finanzierung stehe nach dem Verkauf von RTL-Aktien.

Für das nächste Jahr strebe der Konzern einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro an, sagte der Konzernchef. Rabe, der seit Anfang 2012 das Unternehmen leitet, betonte: "Medien sind und bleiben das Kerngeschäft von Bertelsmann." Die Dienstleistungstochter Arvato, auf die Rabes Vorgänger Gunter Thielen und Hartmut Ostrowski gesetzt hatte, würde nun umgebaut. Dann sehe man weiter. Ein Börsengang stehe nicht auf der Tagesordnung.

Am Montag hatten Bertelsmann und die britische Mediengruppe Pearson die Gründung des weltgrößten Buchverlags Penguin Random House perfekt gemacht. Gemeinsam wolle man künftig in schnellwachsende Märkte wie China, Indien oder Brasilien und in neue Geschäfte investieren, hatten beide Unternehmen angekündigt. Der Schulterschluss bringt den beiden Medienkonzernen zudem mehr Schlagkraft gegenüber Konkurrenten wie Amazon, Apple und Google.

Quelle: ntv.de, wne/rts