Wirtschaft

Materialermüdung am Cockpitfenster? Boeing 747 muss umdrehen

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Im Cockpit einer 747: Risse will man hier keiner sehen (Archibild).

Ein Sprung in der Windschutzscheibe zwingt die Piloten eines Jumbojets über Südostasien zur Umkehr: Die Passagiermaschine vom Typ Boeing 747 landet gut zwei Stunden nach dem Start ohne weitere Zwischenfälle. Erst vergangene Woche hatten außerplanmäßige Wartungsarbeiten an Maschinen einer anderen Baureihe in den USA zu Verspätungen geführt.

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Eine 747 der Singapore Airlines auf dem Rollfeld in Singapur (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Wegen eines Risses im Cockpitfenster hat eine Boeing 747 der Fluggesellschaft Singapore Airlines ihren geplanten Flug von Singapur nach Australien abgebrochen. Die Piloten entschlossen sich aus Sicherheitsgründen zur Umkehr.

Der Riss habe sich etwa eine Stunde nach dem Start am Fenster des Piloten gebildet, teilte Singapore Airlines mit. Daraufhin sei die Maschine, die eigentlich nach Melbourne fliegen sollte, umgekehrt. Die Landung erfolgte demnach problemlos. Die Passagiere stiegen in ein anderes Flugzeug um und setzten ihre Reise mit Verspätung fort.

Vergangene Woche hatte die US-Fluggesellschaft United Airlines angekündigt, fast 100 ihrer Maschinen für Wartungsarbeiten vorübergehend am Boden zu halten. Betroffen waren demnach 96 Jets vom Typ Boeing 757, wie das Unternehmen mitteilte. Die Flotte der Fluggesellschaft umfasst rund 360 Maschinen verschiedener Größen.

Die Arbeiten an den Flugdatenrechnern der Maschinen, die binnen eines Tages abgeschlossen sein sollten, könnten zu Verspätungen und Streichungen führen. Flugzeuge der Schwestergesellschaft Continental waren United zufolge nicht betroffen. Die beiden Gesellschaften wurden kürzlich unter dem Dach der United Continental Holdings vereinigt.

Quelle: ntv.de, AFP/rts

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