Wirtschaft

Ladenhüter und Pannenserie Boeing mit Gewinneinbruch

Das Jahr 2010 ist für Boeing kein gutes. Beim US-Flugzeugbauer sinken Umsatz und Gewinn um jeweils acht Prozent. Große Probleme bereiten die Typen 777 und 747. Ohne ein sattes Steuergeschenk hätte das Boeing-Ergebnis noch düsterer ausgesehen.

Earns_Boeing__CARS408.jpg6977810906150564368.jpg

(Foto: AP)

Der Flugzeughersteller Boeing hat das Jahr schwach abgeschlossen. Weil sich die großen Maschinen vom Typ 777 und 747 schlecht verkauft haben, sank der Umsatz des amerikanischen Airbus-Rivalen im vierten Quartal um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 16,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel im gleichen Maße auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar. Ohne ein sattes Steuergeschenk hätte es sogar noch düsterer ausgesehen.

Konzernchef Jim McNerney zeigte sich dennoch optimistisch: Das Auftragsbuch sei dank der Erholung in der Luftfahrtbranche voll, die Produktion an Verkehrsjets für das laufende Jahr schon komplett ausverkauft. Die Anleger begeisterte das wenig, denn gleichzeitig musste McNerney einräumen, dass der Gewinn 2011 zurückgehen wird - nicht zuletzt, weil die beiden neuen Typen 787 "Dreamliner" und der vergrößerte Jumbojet 747-8 mit massiver Verspätung an den Start gehen werden.

737 gehen gut

Der mittelgroße Langstreckenjet "Dreamliner" kommt nach andauernden technischen Problemen erst im dritten Quartal, der vergrößerte Jumbo Mitte des Jahres. Die Fluggesellschaften warten dringend auf die Maschinen.

Von der alten 747 wurde Boeing im vergangenen Jahr nicht eine einzige los. Stattdessen erwiesen sich die Kurz- und Mittelstreckenflieger der 737-Baureihe als Verkaufsrenner. Die Jets sind vergleichsweise günstig und gelten als technisch ausgereift.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema
23.04.09