Wirtschaft

Kaufverbot für ausländische Autos Bonzen sollen chinesisch fahren

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Besturn B70: Automobile Oberklasse "made in China".

Chinas Automarkt boomt. Vor allem deutsche Marken stehen dabei hoch im Kurs. Das wurmt Pekings Politiker. Zum Schutz der einheimischen Automobilindustrie sollen die Behörden des Landes nur noch chinesische Marken für ihre Fuhrparks kaufen. Eine Liste mit rund 400 Modellen soll bei der Auswahl helfen.

Deutsche Autos sind in China der Renner. Vor allem die Premiummarken wie Audi, BMW und Porsche sind gefragt. Es geht um das Statussymbol "made in Germany". Der Obrigkeit scheint das aber ein Dorn im Auge zu sein. China will künftig nur noch nationale Automarken als Regierungsautos zulassen. Fahrzeuge von ausländischen Marken wie Audi, BMW oder Mercedes sollen aus dem staatlichen Fuhrpark verschwinden, wie aus einer vorliegenden Kaufliste des Industrieministeriums hervorgeht.

In China wurden 2010 umgerechnet etwa 9,5 Mrd. Euro für staatliche Fahrzeuge ausgegeben, was in der Bevölkerung für Unmut gesorgt hat. Die Behörden erließen im November Richtlinien, um die Ausgaben zu senken. So sollen Wagen nicht mehr als etwa 21.000 Euro kosten und nun auf nationale Automarken wie SAIC oder Dongfeng beschränkt werden.

Auf der Liste sind rund 400 Modelle aufgeführt.  Bis zum 9. März nimmt das Ministerium öffentliche Kommentare zu der Liste an. Als Reaktion stiegen am Montag die Aktienkurse chinesischer Autohersteller.

Allerdings zeigten Industrieinsider zeigten auch Unverständnis für die Pläne. Sie wiesen darauf hin, dass ausländische Autobauer wie Volkswagen oder General Motors ihre Fahrzeuge für den chinesischen Markt schließlich auch in China und mit lokalen Partnern bauten.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts