Wirtschaft

Konjunktur stemmt sich gegen die Krise Bundesbank sieht Wachstum

Die Bundesbank geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Frühjahr trotz europäischer Schuldenkrise moderat wächst. Die Perspektiven für die weitere wirtschaftliche Entwicklung seien aber von großer Unsicherheit geprägt.

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Container im Hamburger Hafen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Trotz der schweren Krise in der Euro-Zone bleibt die deutsche Wirtschaft der Bundesbank zufolge im zweiten Quartal auf Wachstumskurs. Sie ist der Bank zufolge im zweiten Quartal erneut gewachsen, nachdem sie im ersten Quartal bereits um 0,5 Prozent zugelegt hatte. Allerdings dürfte das Wachstum nur schwach gewesen sein. Ökonomen hatten nach den relativ starken Daten für das erste Quartal auch einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht ausschließen wollen.

"Zwar hat die Erzeugung der Industrie das Niveau des ersten Jahresviertels vermutlich nicht ganz gehalten, aber dies dürfte durch die lebhafte Baukonjunktur und die weiter aufwärtsgerichtete Entwicklung im Dienstleistungssektor mehr als ausgeglichen worden sein", schreibt die Notenbank in ihrem Monatsbericht Juli.

Wachstum schwächt sich ab

"Die deutschen Exporteure konnten trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Euroraum und der globalen Bremsspuren ihre Lieferungen ins Ausland ausweiten", heißt es weiter. Zudem sei der private Konsum durch steigende Löhne und die bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt angekurbelt worden.

Insgesamt dürfte die deutsche Wirtschaft somit "im Frühjahr mit moderatem Tempo gewachsen sein". Die Aussichten seien jedoch "von großer Unsicherheit geprägt". Obwohl sich in der Industrie die Auftragsbücher füllten, blicken viele Unternehmen inzwischen weniger optimistisch in die Zukunft.

Die Deutsche Bundesbank hatte im Juni ihre Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr bekräftigt: Demnach wird das reale Bruttoinlandsprodukt um 1 Prozent wachsen. Das wäre deutlich weniger als im Vorjahr, als das BIP um 3 Prozent zugelegt hatte. Derzeit stecken im Gegensatz zu Deutschland viele andere große Volkswirtschaften der Eurozone in einer schweren Krise, die Wirtschaft im Währungsraum insgesamt steuert immer mehr auf eine Rezession zu.

Quelle: ntv.de, jga/rts/dpa/DJ

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