Wirtschaft

Begehrte Seltene Erden China erschwert Exporte

Seltene Erden sind unverzichtbar für die Herstellung von Computern, Handys oder Hybrid-Autos. Fast die gesamte Förderung findet in China statt - doch Peking beschränkt die Ausfuhren schrittweise.

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Gewinnung von Seltenen Erden in China.

(Foto: REUTERS)

China hat die Regeln für den Export seltener Erden verschärft. Das chinesische Handelsministerium erließ strengere Richtlinien für Unternehmen, welche die wichtigen Metalle ins Ausland exportieren. Unter anderem müssen Exporteure bestimmte Qualitäts- und Umweltstandards erfüllen.

Die strengeren Regeln könnten dazu führen, dass China weniger dieser begehrten Metalle ausführt. Die chinesische Regierung hatte in den zurückliegenden Wochen wiederholt beteuert, dass das Land die Ausfuhr Seltener Metalle nicht blockieren werde.

In der Volksrepublik werden 97 Prozent der weltweiten Menge an Seltenen Erden gefördert. Die Vorschriften sind dort viel weniger streng als beispielsweise in den USA. China hatte zuletzt die Exportquoten für die in der Technologie-Branche unersetzbaren Metalle zurückgeschraubt und dies unter anderem damit begründet, dass die Bestände und die Umwelt geschont werden müssten. Weltweit schlugen Länder wie Konzerne aus Angst vor Versorgungsengpässen Alarm und hielten nach neuen Exporteuren Ausschau.

China drosselt den Export

Seltene Erden werden in kleinen Mengen verwendet und sind gegenwärtig unverzichtbar für die Herstellung von Computern und Computer-Monitoren, DVD-Spielern, leistungsstarken Akkus, Hybrid-Autos, Halbleitern, Rüstungsgütern und Windturbinen. Eine besonders wichtige Rolle spielen sie bei Smartphones wie Apples iPhone oder den BlackBerrys von Research in Motion. Autozulieferer wie Bosch nutzen Seltene Erden bei der Herstellung von Elektromotoren.

Zwar liegen nur ungefähr ein Drittel der weltweiten Rohstoffvorkommen in China, im vergangenen Jahr stammte aber fast die gesamte weltweiten Versorgung aus der Volksrepublik. Grund dafür sind unter anderem die niedrigen Löhne in China, die einen Abbau der stark verstreut vorkommenden seltenen Erden günstiger machen. Erst Anfang November hatte die chinesische Regierung angekündigt, von zehn der 17 seltenen Erden Reserven anlegen zu wollen. Bereits 2006 begann China, seine Exporte jährlich um fünf bis zehn Prozent zu reduzieren.

Quelle: ntv.de, rts/AFP/DJ/dpa

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