Wirtschaft

Preisanstieg bei Seltenen Erden China greift hart durch

Illegaler Abbau, chaotische Exporte: China will seinen Zugriff auf Seltene Erden verbessern - Exportbeschränkungen inklusive. Genau dies sorgt aber für internationalen Zwist. Ein Handelsstreit mit den USA droht, ebenso wie weiter steigende Preise für die besonderen Metalle.

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Seltene Erden sind heißbegehrt. Die Crux: 97 Prozent der weltweiten Förderung dieser besonderen Metalle stammen aus China.

(Foto: picture alliance / dpa)

China will seinen Zugriff auf die für die Hightech-Industrie wichtigen Seltenen Erden stärken. Zugleich kündigte die Regierung an, sie werde für die umstrittenen Exportbeschränkungen "vernünftige" Quoten erheben und dabei die internationalen Märkte berücksichtigen. Ministerpräsident Wen Jiabao betonte im Staatsrat, die heimische Industrie sei durch illegalen Abbau und "chaotische" Exporte geschädigt worden.

"Wir werden sowohl die heimischen Ressourcen, Produktion und Verbrauch, aber auch die internationalen Märkte voll berücksichtigen und vernünftige jährliche Quoten festlegen für den Umfang von Produktion und Export von Seltenen Erden", hieß es.

Handelsstreit mit USA

China will die Branche in den nächsten rund fünf Jahren umstrukturieren. Händler der Seltenen Erden gehen davon aus, dass dies die Vorherrschaft größerer staatlicher Betriebe in dem Sektor stärken dürfte. Die Regierung habe bereits die Kontrolle über den Abbau verschärft und striktere Umweltkontrollen eingeführt, sagte Ni Kunwei, der für die ostchinesische Firma Jinglong Seltene Erden vertreibt. "Dies klingt nun nach einer Ausweitung davon." Kurzfristig dürften die Preise für Seltene Erden in China steigen, sagte Ni.

In der Volksrepublik werden 97 Prozent der weltweiten Menge der 17 Metalle gefördert, die unter dem Begriff Seltene Erden zusammengefasst werden. Die Regierung will die Ausfuhr in der ersten Jahreshälfte 2011 um 35 Prozent drosseln und beschwört damit einen Handelsstreit mit den USA herauf.

Experten befürchten, dass die - für die Herstellung von Computern, Halbleitern, Elektromotoren und Windturbinen wichtigen - Metalle knapp werden und ihr Preise deutlich steigen könnten.

Quelle: ntv.de, rts