Wirtschaft

Beruhigungstee aus Peking China hält zur Euro-Zone

Die Verschuldungsproblematik in der Euro-Zone lässt China alles andere als kalt. Dennoch bleibt Europa nach Angaben aus Peking ein wichtiger Investitionsmarkt.

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Regierungschef Wen Jiabao sieht die Vorgänge in Europa mit Sorge.

(Foto: REUTERS)

China ist zuversichtlich, dass die Euro-Zone die jüngste Finanzkrise überwinden wird. Europa bleibe unverändert "einer der wichtigsten Investitionsmärkte" für Chinas Währungsreserven, teilte die oberste Währungsaufsichtsbehörde (SAFE) in Peking mit und trug damit zur Beruhigung an den internationalen Finanzmärkten bei. Medienberichte, wonach China wegen der Euro-Krise den Besitz seiner europäischen Anleihen auf den Prüfstand stelle, seien "ohne Grundlage", versicherte SAFE.

Der Euro war nach den Berichten unter Druck geraten, Aktienmärkte in Asien und den USA reagierten nervös. China gehört zu den größten Devisenanlegern der Welt und ist auch stark in Euro-Staatsanleihen engagiert.

China stehe voll hinter den Maßnahmen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF), um die Finanzmärkte zu stabilisieren, teilte SAFE mit. "Wir glauben, dass die Euro-Zone mit gemeinsamen Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft sicherlich die Schwierigkeiten überwinden wird und eine stabile und gesunde Entwicklung der Finanzmärkte in Europa gewährleisten wird."

Riesige Währungsreserven

Als "verantwortlicher und langfristiger" Investor folge China bei der Anlage seiner Währungsreserven unverändert dem Grundsatz der Diversifikation, hieß es in der Mitteilung. Diese Politik wurde zumindest bisher so verstanden, dass China nicht allein auf den US-Dollar setzt, sondern sein Risiko durch Investitionen in den Euro und andere Währungen streut.

Die "Financial Times" hatte berichtet, dass China derzeit sein Engagement in europäische Staatsanleihen im Zuge der Euro-Turbulenzen überdenke. Das Blatt bezog sich dabei auf ein Treffen von Repräsentanten der chinesischen Währungsbehörde mit ausländischen Bankenvertretern in Peking.

SAFE verwaltet laut dem Bericht allein rund 630 Milliarden Euro an europäischen Staatsanleihen, darunter auch Bonds aus den Problemländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien. Die gesamten Währungsreserven Chinas werden mit 2,447 Billionen Dollar Ende März beziffert.

Quelle: n-tv.de, rts

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