Wirtschaft

Revolution frisst ihre Kinder Chinas Solarfirmen top

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Sinnbildlich: Solare Sonne geht in China auf.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Deutschland gilt die Solarindustrie noch immer als Zukunftstechnologie. Dabei verlieren die Unternehmen hierzulande, einstmals Pioniere des Sektors, immer stärker an Boden - vor allem zur Konkurrenz aus China. Deren Anteil am Weltmarkt wächst kontinuierlich.

China ist die Zukunft, das gilt auch für die Solarindustrie. Hersteller aus dem Reich der Mitte haben ihre weltweite Dominanz im vergangenen Jahr einer Studie zufolge weiter ausbauen können. Die chinesischen Konzerne hätten ihren Anteil am Gesamtumsatz der Branche 2010 von 36 auf 45 Prozent erhöht, berichtete das "Handelsblatt" aus der jährlichen Untersuchung der Unternehmensberatung PRTM.

Größter Verlierer sind demnach Solarfirmen aus den USA und Deutschland. So sei etwa der Anteil deutscher Hersteller am Weltmarkt innerhalb von fünf Jahren von 50 auf 21 Prozent gesunken.

First Solar muss Spitze räumen

Trotzdem lief es im vergangenen Jahr laut Studie für die Branche insgesamt gut: DerUmsatz sei 2010 um 80 Prozent gestiegen, zitierte das "Handelsblatt" aus der PRTM-Untersuchung. Dabei sei allerdings der US-Hersteller First Solar vom ersten Platz der PRTM-Rangliste verdrängt worden. Spitzenreiter sei nun der chinesische Konzern Trina Solar.

Die besten deutschen Solarfirmen seien die Bosch-Tochter Aleo auf Platz 16 und Solarworld auf Platz 17. In die Berechnung der Rangliste fließen neben Umsatz und Gewinn auch die Geschwindigkeit des Wachstums und die Effizienz der Firmen  ein.

Quelle: ntv.de, AFP