Wirtschaft

Fröhliche Weihnachten Citigroup: Keine Hausräumungen

Tausende überschuldete Hausbesitzer in den USA können zumindest über Weihnachten und Neujahr ruhig schlafen. Die Citigroup, die nur durch Milliardenhilfen vom Staat vor dem Zusammenbruch gerettet wurde, will Zwangsversteigerungen bis zum 17. Januar aussetzen.

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Citigroup spielt den Weihnachtsmann: Zwangsversteigerungen überschuldeter Häuser sind für 30 Tage ausgesetzt.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Säumige Schuldner der US-Großbank Citigroup können zumindest noch Weihnachten und Neujahr im eigenen Heim feiern. Zwangsversteigerungen überschuldeter Häuser und Zwangsräumungen seien in den kommenden 30 Tagen bundesweit ausgesetzt, teilte die Bank mit. "Wir hoffen, dass die Feiertage für unsere Kunden, die eine schwierige Zeit durchmachen, damit ein bisschen weniger stressig sein werden", erklärte die Citigroup-Tochter CitiMortgage. Auch die Tochter CitiFinancial werde Zwangsversteigerungen von Freitag an bis zum 17. Januar aussetzen.

Profitieren von dem kleinen Aufschub werden nach Angaben der Bank rund 2000 Hausbesitzer, denen die Zwangsversteigerung in diesem Zeitraum ins Haus stand, und weitere 2000, die bis Mitte Januar die Ankündigung einer Zwangsversteigerung erhalten hätten.

Die Citigroup hatte schwer unter der Finanzkrise gelitten und war nur mit Staatshilfe von 45 Mrd. Dollar vor dem Zusammenbruch gerettet worden. Der Staat erhielt im Gegenzug einen Anteil von 34 Prozent an der Bankengruppe und wurde damit Hauptaktionär. Anfang der Woche hatte die Citigroup angekündigt, zunächst 20 Mrd. Dollar zurückzuzahlen. Das Geld will sie durch die Ausgabe neuer Aktien aufbringen.

Quelle: ntv.de, AFP