Wirtschaft

Obamas Bankenpläne Coba-Chef dafür

In der Bankenwelt sind die Regulierungspläne von US-Präsident Obama ein heißes Thema. Mit Commerzbank-Chef Blessing hat sich erstmals ein Banker für die Regulierung ausgesprochen. "Die Grundidee ist vernünftig", sagte er, weil das "System" Mängel habe.

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Kann sich mit den Regulierungsplänen anfreunden: Commerzbank-Chef Blessing.

(Foto: REUTERS)

Commerzbank-Chef Martin Blessing hat die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Regulierung des Bankensektors begrüßt. "Ich denke, die Grundidee ist vernünftig", sagte er am Rande des Weltwirtschaftforums in Davos der "FAS". Obama hatte vergangenen Woche angekündigt, den Eigenhandel der Banken zu beschneiden. Außerdem plant er, die Trennung der Branche in klassische Geschäftsbanken und kapitalmarktorientierte Investmentbanken wiedereinzuführen. Auf diese Weise sollen risikoreiche Geschäfte der Institute eingedämmt werden.

Blessing erklärte, zur abschließenden Beurteilung von Obamas Plänen seien zwar noch mehr Details nötig. Generell gehe das Bestreben hin zu schärferen Regeln für den Finanzsektor aber in die richtige Richtung. "Wir haben in den letzten zwei Jahren erlebt, dass das bisherige System Mängel hat, und können jetzt nicht einfach wieder zur Normalität zurückkehren", sagte Blessing der Zeitung. "Es wurden bereits zahlreiche Schritte unternommen, aber wir werden noch weitere Regulierungsmaßnahmen brauchen. Ich kann in einem völlig unregulierten Bankensektor keinen Nutzen sehen." Die Commerzbank wurde mit mehr als 18 Milliarden Euro an staatlichen Geldern gestützt und befindet sich zu gut einem Viertel im Besitz des Bundes. Das Institut ist in den USA ungleich schwächer vertreten als der heimische Branchenprimus Deutsche Bank.

Quelle: n-tv.de, rts

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